Tetzelhaus

Geburtshaus des Ablaßhändlers Johann Tetzel

Das Tetzelhaus in Pirna, ein mittelalterlicher Steinbau, grenzt direkt an die Stadtmauer und den Stadtgraben. Es steht in der Schmiedestraße 19, der früheren Tuchmachergasse. Im Hof mit Trockenschober.
Dendrochronologisch Datierung des Dachstuhles auf 1381 . Die Bohlenstube aus originalen Holzbohlen .

Johann Tetzel (1465 - 1519) - Ablasshändler und Gegenspieler Luthers

Die Parole des Dominikanermönchs Johannes Tetzel, der um 1465 als Sohn eines "unansässigen Fuhrmanns" in Pirna geboren wurde, lautete: "Sobald der Gülden im Becken klingt / im huy die Seel im Himmel springt!" Das Geburtshaus Tetzels, welcher ein Widersacher Martin Luthers war, zeigt eine seltene Dachdeckung ("Mönch/Nonne"). Tetzel trug als Abgesandter des Papstes in Deutschland auch mit seinen "lästerlichen Reden" dazu bei, dass Martin Luther 1517 zu Wittenberg die Thesen anschlug und damit in Europa die Reformation ihren Verlauf nahm. Seit 1994 erfolgte die enorm schwierige Rekonstruktion, welche 1998 erfolgreich beendet werden konnte. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde im 1.OG eine gotische Bohlenstube gefunden. Es soll die älteste gotische Bohlenstube in Sachsen (datiert 1381) sein. Zum Tag des offenen Denkmals, welcher jährlich Mitte September stattfindet, war das Tetzelhaus erstmals 1998 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Standort:
Schmiedestraße 19
01796 Pirna



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