Neuigkeiten aus Pirna
Freitag der 02. Oktober 2009
6. WGP Citylauf
6. WGP-Citylauf am 02.10.2009
Am 02.10.2009 startet auf dem Pirnaer Marktplatz der 6. WGP-Citylauf. Gegen 19:00 Uhr wird der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) Jürgen Scheible den Startschuss geben. Für die Teilnehmer werden wie in den vergangenen Jahren ein Einzel- und ein Staffellauf angeboten.
Die Strecke des Einzellaufes führt in einem Rundkurs über rund 10.000 m durch die Gassen und Straßen der Pirnaer Altstadt. Der Verlauf der Strecke wird mit Fackeln markiert. Die Wertung des Laufes erfolgt nach den Bestimmungen des Deutschen Leichtathletikverbandes. Die besten weiblichen und männlichen Gesamtsieger der Plätze 1 bis 3 werden mit einem Pokal und einer Geldprämie geehrt.
Im Anschluss an den Einzellauf fällt gegen 20:00 Uhr der Startschuss für einen Staffellauf auf der gleichen Strecke über zehn Runden und einer Streckenlänge von jeweils rund 1.200 m. Die Teilnehmer des Staffellaufes können in den Klassifizierungen „Schulen“ (Mittelschulen/Gymnasien), „Sportvereine“ und „Fun-Teams“ (Vereine/Gremien/Insitutionen/Unter-nehmen/Gruppen) starten. Voraussetzung ist, dass jede Staffel aus mindestens fünf verschiedenen Personen besteht. Die Plätze 1 bis 3 in den einzelnen Klassen werden jeweils mit einem Pokal und einer Geldprämie geehrt.
Die Siegerehrung für beide Läufe findet im Anschluss an den Staffellauf statt. Für die Besucher des Laufes wird auf dem Marktplatz eine musikalische Umrahmung sowie gastronomische Betreuung angeboten.
Interessenten zum Lauf können sich online unter www.wg-pirna.de oder via Formular anmelden. Anmeldeformulare sind in den WGP-Kundenzentren in Pirna, Gerichtsstraße 5, Robert-Klett-Ring 4 und Remscheider Straße 1 a sowie im WGP-Kundenzentrum Sebnitz, Rosenstraße 11, erhältlich.
Der WGP-Citylauf wird in bewährter Weise in enger Kooperation mit dem Kreissportbund Sächsische Schweiz – Osterzgebirge e.V. (KSB) organisiert.
Mittwoch der 29. Juli 2009
Pirnaer Hofnacht
Am ersten August öffnet ein Großteil der Pirnaer Höfe seine Türen und Tore. Die jährlich stattfindende Veranstaltung hat sich inzwischen zu dem Besuchermagnet des Jahres entwickelt. Das persönliche und individuelle Flair in den Pirnaer Höfen und das einzigartige Altstadtflair lädt am Samstag zum Besuch ein. Viel Spass und interessante Einblicke wünscht www.pirna-altstadt.de
Dienstag der 16. Juni 2009
Programm Stadtfest 2009
Das Programm zum Stadtfest gibt es jetzt zum download bei Pirnatürlich. Wie jedes Jahr gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen im Altstadtgebiet.
Mittwoch der 10. Juni 2009
Peter-Ulrich-Haus Umbau
Die Bähnert-Stiftung kann das Gebäude umbauen.
Kabarettist Tom Pauls kann mit seiner Ilse-Bähnert-Stiftung das Peter-Ulrich-Haus umbauen. Der Bauausschuss des Stadtrates erklärte am Donnerstagabend sein Einvernehmen. Tom Pauls war ebenfalls zur Sitzung erschienen und erklärte sein Vorhaben. Er versicherte auch, dass er keine Umbenennung des Gebäudes plane.
Der Pirnaer Architekt Uwe Seidel und der Dresdner Restaurator Dirk Böhme präsentierten Grundrisse und Details. „Unser Anliegen ist, die Zeit Peter Ulrichs wieder klarer erkennbar zu machen“, sagt Dirk Böhme. Fast 70 Prozent des Gebäudes sollen nach dem Umbau zugänglich sein.
(Quelle: SZ)
Mittwoch der 20. Mai 2009
Pirna - ein Stadtspaziergang
Lange hat Pirna darauf verzichten müssen, jetzt erscheint innerhalb kurzer Zeit bereits der zweite Stadtführer. Wolfgang Bieberstein hat einen Streifzug durchs Städtchen verfasst und reich bebildert. Das Heft im Hosentaschenformat hat 32 Seiten und ist für Leute gedacht, die über Pirnas bedeutendste Sehenswürdigkeiten ganz kompakt unterrichtet werden wollen. Es entstand unter der gestaltenden Hand von Alexander Stephan mit Unterstützung der Volksbank Pirna.
Sachkundig, in der manchmal blumigen Sprache des „Pirn’schen Nachtwächters“, beschreibt Wolfgang Bieberstein einen Spaziergang vom Bahnhof über den Dohnaischen- und den Tischerplatz, Schloss, Stadtkirche und Markt bis hinunter zur Elbe. Er gibt touristische Hinweise, erzählt Anekdoten und beschreibt kleine Exkurse in Architektur und Stadtgeschichte.
Das Heft für 3,50 Euro ist im Touristservice am Markt, im Touristenlädchen auf der Barbiergasse und in der Buchhandlung Gladrow, Dohnaische Straße, zu haben.
(Quelle: SZ)
Dienstag der 19. Mai 2009
Fischkopfbrunnen sprudelt
Brunnen am Schlossberghang sprudelt wieder
Oberbürgermeister Markus Ulbig übergab am Dienstag, 19. Mai 2009, den reparierten Sandsteintrog am Schlossberghang. Gemeinsam mit zahlreichen Spendern stieß er mit frischem Quellwasser auf den neuen Brunnentrog an. Der Brunnen war am Neujahrsmorgen zerstört aufgefunden worden.
Oberbürgermeister Markus Ubig: „Ich danke allen Spendern für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung zur Reparatur des Brunnens. Wir lassen diese blinde Zerstörungswut in unserer Stadt nicht zu!“
Insgesamt kostete die Instandsetzung 7432 Euro. Auf das Spendenkonto wurden 1640 Euro eingezahlt. Die restlichen 5792 Euro werden aus der Stadtkasse finanziert. Den neuen Brunnentrog stellten die sächsischen Sandsteinwerke her. Seit 1996 sprudelte das Quellwasser in den historischen Sandsteintrog, der zuvor im Keller des Hauses Schlossberg 2 stand.
(Quelle: Stadtverwaltung Pirna)
Samstag der 28. März 2009
Stadtführer Pirna erscheint
Das Heft im Taschenformat von mit 124 Seiten über Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt Pirna von Albrecht Sturm erscheint am Dienstag zum Preis von 9,80 Euro.
In Text und Bild beschreibt er die öffentlichen Bauwerke, Straßen und Plätze und darüber hinaus viele der Pirnaer Bürgerhäuser. Auf Besonderheiten der Architektur und Baugeschichte, wie Sitznischenportale und Holzbalkendecken aus der Renaissancezeit wird ebenso eingegangen wie auf einstige Bewohner der Gebäude.
Der Stadtführer soll nicht nur als Erkundungshilfe für Touristen, sondern auch als Nachschlagewerk für die Einwohner der Stadt dienen. „Es geht nicht zuletzt darum, junge Leute für ihre Heimat zu interessieren“.
Wir meinen: Ein Muss für jeden interessierten Pirnaer!
Freitag der 06. März 2009
Elbehochwasser
Es gilt die Warnstufe 1.
Gestern hat das Landeshochwasserzentrum Sachsen für die Elbpegel Schöna und Dresden die Hochwasser-Warnstufe 1 ausgerufen. Der Schönaer Pegel stieg am Vormittag auf 4,07 Meter ( ab vier Metern gilt Warnstufe bei welcher auch der Hochwasser-Alarmdienst in Bereitschaft gehen muss).
Aufgrund des steigenden Elbepegels wurde inzwischen eine Sperrung des Pirnaer Elbeparkplatzes sowie der Brückenstraße von der Stadtbrücke in Richtung Elbeparkplatz durchgeführt.
Hochwasserschutz in und um Pirna.
In diesem Jahr sind rund 300 Maßnahmen durch den Betrieb Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung (LTV) geplant. Für den geplanten Neubau eines Rückhaltebeckens in Niederseidewitz sollen in dieser Woche die Planuingen beginnen. Im Osterzgebirge plant die Landestalsperrenverwaltung zudem die Erhöhung des Damms an der Prießnitz zwischen Glashütte und Johnsbach, sodass die Speicherkapazität bis 2012 um das 20-Fache auf eine Million Kubikmeter Wasser steigen wird. Rückhaltebecken sind zudem in Niederpöbel, in Waldbärenburg und an der Biela bei Bärenstein geplant
In Pirna am Berufsschulzentrum sollen Mauern errichtet werden, die Überflutungen vermeiden helfen. Insgesamt soll die Gottleuba so umgestaltet werden, dass mehr Wasser abfliessen kann.Die Seidewitz soll jedoch nicht so umverlegt werden, dass sie erst kurz vor der Elbe in die Gottleuba mündet, sonder eher der Bau des Rückhaltebeckens Niederseidewitz vorangetrieben werden. Der Bahndamm wird nicht für den Hochwasserschutz genutzt, da laut Gutachten die Doppelnutzung keinen Sinn macht. Stationäre Anlagen sollen zukünftig genutzt werden. Da für einen Deich in Pirna kein Platz ist, bleiben nur Hochwasserschutzmauern und -wände, die mit mobilen Einrichtungen ergänzt werden könnten. Gebaut werden soll jedoch in diesem Jahr das Flutschutztor zwischen der Bahn- und der Straßenbrücke auf der Verlängerung der Rosa-Luxemburg-Straße. Alle Bauunterlagen sind schon zur Genehmigung eingereicht.
Freitag der 27. Februar 2009
Fischkopfbrunnen
Die Arbeiten am zerstörten Fischkopfbrunnen am Schlossberg haben begonnen. Handwerker der Sächsischen Sandsteinwerke brachen die Überreste des Brunnens ab.
Die Kosten für einen neuen Trog betragen laut Kostenvoranschlag 7000 Euro,
sagt Sybille Neumann vom Grünflächenamt.
Die Stadt will den Brunnentrog mithilfe von Spenden wieder herstellen. Inzwischen sind schon 1125 Euro an Spendengeldern eingegangen. Die Polizei geht davon aus, dass das massive Becken mit Böllern gesprengt wurde.
Mittwoch der 14. Januar 2009
Film zum Sonnenstein
Film und Buch zur Sanierung des Schlosses
Der Umbau der Anlage auf dem Sonnenstein zum Landratsamt soll dokumentiert werden.
Jetzt im Januar beginnen die ersten Aufräum- und Sondierungsarbeiten am Schloss Sonnenstein, das bis 2012 zum Landratsamt umgebaut werden soll. Mit den Bauarbeitern werden auch Hobbyfilmer im Gelände unterwegs sein. „Wir wollen von Anfang an die gesamten Sanierungsarbeiten dokumentieren“, sagt Jörg Möser, der für die Planung und Bauüberwachung zuständig ist. Baubegleitend sollen sowohl ein Film als auch ein Buch entstehen.
Um den Film werden sich die Fotofreunde Pirna kümmern. Sie werden in regelmäßigen Abständen die Baufirmen, Planer und Archäologen bei ihren Arbeiten begleiten. Am Ende soll eine DVD entstehen. „Interesse daran haben das Landratsamt, die Kreisräte, und natürlich werden wir sie auch Interessenten zum Kauf anbieten“, erläutert Möser. Als ausgesprochen spannend bezeichnet er auch das Buchprojekt. „Wir haben bereits eine Reihe von alten Fotografien. Dazu soll auch in dem Werk der Umbau des Schlosses dokumentiert werden“, so Möser.
Laut seinen ersten Erfahrungen besteht bereits jetzt in der Bevölkerung ein großes Interesse an den Arbeiten auf Schloss Sonnenstein. „Sobald es möglich ist, werden wir Führungen anbieten und wir planen eine Vortragsreihe“, kündigt Möser an. Er kann sich auch vorstellen, dass eine Ausstellung beispielsweise im Pirnaer Stadtmuseum dem Schloss gewidmet werden könnte. „Doch dafür muss die Initiative von der Stadt bzw. dem Museum kommen.“
(Quelle: Jana Klameth, Sächsische Zeitung vom 14.01.09)
Freitag der 09. Januar 2009
Winter vor 200 Jahren
"... Im Januar hielt der seit anfangs Dezember 1808 herrschende starke Frost noch weiter an, sodass die Eisbrücke über die Elbe mit Wagen befahren werden konnte. Am 28. Januar brach das Eis endlich auf; das darauf folgende Hochwasser stieg am 30. Januar bis unter das Schifftor und bis an die Pforte und zuletzt sogar bis unter das Dohnasche Tor. In der ersten Hälfte des Februar herrschte so warmes Wetter, dass mit den Ackerarbeiten begonnen werden konnte. Nach einem heftigen Gewitter am 19. Februar kamen aber neuer Schnee und Frost und auch anfangs April schneite es noch einige Tage sehr strak. Vom Juni an herrschte Trockenheit und Hitze, sodass um den 23 Juli die Ernste beginnen konnte..."
(von Verwaltungsdirektor i.R. Karl Löser aus den Pirnaer Jahrbüchern)
Sonntag der 04. Januar 2009
Erlpeter Brunnentrog zerstört
Am 1.1.09 gegen 1.00 Uhr zerstörten Unbekannte den Brunnentrog des zur Erlpeterquelle gehörenden Fischkopfbrunnens. Vermutlich wurde das Becken mit Silvesterböllern gesprengt.
Samstag der 20. Dezember 2008
WGP unterstützt UNIWERK
Dezember 2008 - WGP unterstützt das Pirnaer Uniwerk
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) unterstützt die Arbeit des Kulturvereins Uniwerk in der Pirnaer Altstadt mit einer kleinen Spende.
In der Weihnachtszeit verzichtet die WGP traditionell auf Geschenke an Geschäftspartner, wie dies in anderen Unternehmen häufig üblich ist. Stattdessen wird regelmäßig ein Projekt oder Verein im kulturellen oder sozialen Bereich gefördert. Im letzten Jahr unterstützte die WGP die Restaurierung des Erlenpeterbrunnens in der Pirnaer Altstadt.
Dienstag der 16. Dezember 2008
Verkauf Peter-Ulrich-Haus
Am 15.12.2008 erfolgte die Beurkundung eines notariellen Angebotsvertrages zum Verkauf des Gebäudes Am Markt 3 in Pirna, des so genannten Peter-Ulrich-Hauses. Der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) Jürgen Scheible und der Schauspieler und Kabarettist Tom Pauls unterzeichneten den Vertrag. In dem Gebäude soll die von Tom Pauls initiierte Ilse-Bähnert-Stiftung ihren ständigen Sitz finden. Die Stiftung widmet sich dem Erhalt und der Förderung der sächsischen Sprache und Kultur.
Die WGP hatte im Februar des Jahres das Gebäude zum Verkauf ausgeschrieben. Nach Prüfung der eingereichten Kaufangebote hat sich die WGP unter Zustimmung des Aufsichtrates entschieden, das Haus für die Nutzung durch die Ilse-Bähnert-Stiftung an Tom Pauls zu veräußern.
Der Käufer hat sich vertraglich verpflichtet, das Haus innerhalb von fünf Jahren zu sanieren und eine Nutzung zu schaffen, die es einer breiten Menge an Öffentlichkeit erlaubt, das Gebäude im Inneren zu besichtigen und zu erleben.
Bei dem Vertrag handelt es sich um einen Angebotsvertrag, das heißt, er wird wirksam, wenn der Käufer die Angebotsannahme erklärt.
(Quelle: WGP)
Mittwoch der 26. November 2008
Neue Gedenktafel
Seit dem 9. November 2008 weist am Haus Schössergasse 1 eine Tafel auf die Verfolgung und Vertreibung der Juden auch aus unserer Stadt hin. Was in der DDR 40 Jahre lang nicht möglich war und auch nach der Wende in der Bundesrepublik noch 18 Jahre auf sich warten ließ, ist jetzt durch die Initiative von Bürgern unter Mitwirkung des Kuratoriums Altstadt möglich geworden. Dr. Albrecht Sturm ging in seiner Gedenkrede sehr eindrücklich auf die damalige Situation in Pirna sowie auf das Schicksal der Familie Jurmann ein. Deren Textilgeschäft befand sich in diesem Haus. Hass und Vandalismus der Nazis und das Wegschauen der anderen am 9. November 1938 wurden zum Beginn ihres Leidensweges. Mit diesem Pogrom gegen jüdische Mitbürger, bei dem zahllose Synagogen und jüdische Geschäfte und Wohnungen überall in Deutschland zerstört wurden, begann die systematische Verfolgung und Vertreibung der Juden im NS-Staat, die schon bald in deren Vernichtung in Lagern wie Auschwitz ihren furchtbaren Höhepunkt fand.
Auch die wenigen Juden in Pirna blieben nicht vor Übergriffen der SA- und SS-Leute verschont. Sie schlugen mit Steinen die Schaufensterscheiben ein und verwüsteten die Einrichtung. Wolf Jurmann, der mit Frau und den beiden Söhnen in der Oberen Burgstraße wohnte, wurde unmittelbar danach in das KZ Buchenwald in sog. „Schutzhaft" gebracht. Im KZ erreichte Jurmann bald die Aufforderung des damaligen Pirnaer Oberbürgermeisters Dr. Brunner, er möge unverzüglich dafür sorgen, dass die am Geschäft am 9. November entstandenen Schäden beseitigt werden. Welch ein Zynismus!
Nach seiner Entlassung aus Buchenwald zog die Familie nach Dresden u. versuchte gleichzeitig ein Land zu finden, das sie als Flüchtlinge aufnehmen würde. Der Vater reiste nach England, um die Familie nachzuholen. Dieses Vorhaben gelang nicht, denn der 2. Weltkrieg brach aus. Für Frau Jurmann und die Söhne Manfred und Esra war das Leben mit Angst, Erniedrigungen und Demütigungen verbunden. Der schlimmste Teil des Leidensweges begann 1942 als sie Dresdener Juden deportiert wurden. Sie wurden in Ghettos nach Riga und später in mehrere andere Konzentrationslager gebracht. Während die Mutter in einem Vernichtungslager den Tod fand, verlor sich die Spur von Manfred, dem älteren Sohn, bei einem Todesmarsch zwischen zwei Konzentrationslagern.
Esra Jurmann, 1945 erst 16 Jahre alt, erlebte die Befreiung aus dem KZ durch die Sowjetarmee und schlug sich nach England durch, wo er noch heute 79-jährig lebt..
Dr. Sturm verlas Grüße von Esra Jurmann, der eigentlich an diesem Tag in Pirna sein wollte, doch sein Arzt musste ihm aber derzeit von einer Reise abraten.
Zum Abschluss seiner Rede betonte Dr. Sturm, dass unsere Lehren aus diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte nur sein können, wachsam zu sein, damit nicht Gewalt, Fremdenhass, Unrecht und Diskriminierung in jeglicher Form unsere Gesellschaft bestimmen. Die Tafel soll uns im Alltag daran erinnern, stets die Augen offen zu halten.
Die Veranstaltung, bei der etwa 100 Pirna erinnen und Pirnaer, unter ihnen OB Ulbig, zugegen waren, wurde durch Herrn Nestler mit zwei Stücken jüdischer Musik umrahmt.
(Text: K. Hensel)
Hinweis: Das Buch von E. Jurmann „Vor allen Dingen war ich ein Kind - Erinnerungen eines jüdischen Jungen aus Pirna" erhalten Sie über die Aktion Zivilcourage Pirna e.V. (Tel. 03501 / 460880)
