Neuigkeiten aus Pirna
Freitag der 02. Oktober 2009
6. WGP Citylauf
6. WGP-Citylauf am 02.10.2009
Am 02.10.2009 startet auf dem Pirnaer Marktplatz der 6. WGP-Citylauf. Gegen 19:00 Uhr wird der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) Jürgen Scheible den Startschuss geben. Für die Teilnehmer werden wie in den vergangenen Jahren ein Einzel- und ein Staffellauf angeboten.
Die Strecke des Einzellaufes führt in einem Rundkurs über rund 10.000 m durch die Gassen und Straßen der Pirnaer Altstadt. Der Verlauf der Strecke wird mit Fackeln markiert. Die Wertung des Laufes erfolgt nach den Bestimmungen des Deutschen Leichtathletikverbandes. Die besten weiblichen und männlichen Gesamtsieger der Plätze 1 bis 3 werden mit einem Pokal und einer Geldprämie geehrt.
Im Anschluss an den Einzellauf fällt gegen 20:00 Uhr der Startschuss für einen Staffellauf auf der gleichen Strecke über zehn Runden und einer Streckenlänge von jeweils rund 1.200 m. Die Teilnehmer des Staffellaufes können in den Klassifizierungen „Schulen“ (Mittelschulen/Gymnasien), „Sportvereine“ und „Fun-Teams“ (Vereine/Gremien/Insitutionen/Unter-nehmen/Gruppen) starten. Voraussetzung ist, dass jede Staffel aus mindestens fünf verschiedenen Personen besteht. Die Plätze 1 bis 3 in den einzelnen Klassen werden jeweils mit einem Pokal und einer Geldprämie geehrt.
Die Siegerehrung für beide Läufe findet im Anschluss an den Staffellauf statt. Für die Besucher des Laufes wird auf dem Marktplatz eine musikalische Umrahmung sowie gastronomische Betreuung angeboten.
Interessenten zum Lauf können sich online unter www.wg-pirna.de oder via Formular anmelden. Anmeldeformulare sind in den WGP-Kundenzentren in Pirna, Gerichtsstraße 5, Robert-Klett-Ring 4 und Remscheider Straße 1 a sowie im WGP-Kundenzentrum Sebnitz, Rosenstraße 11, erhältlich.
Der WGP-Citylauf wird in bewährter Weise in enger Kooperation mit dem Kreissportbund Sächsische Schweiz – Osterzgebirge e.V. (KSB) organisiert.
Mittwoch der 29. Juli 2009
Pirnaer Hofnacht
Am ersten August öffnet ein Großteil der Pirnaer Höfe seine Türen und Tore. Die jährlich stattfindende Veranstaltung hat sich inzwischen zu dem Besuchermagnet des Jahres entwickelt. Das persönliche und individuelle Flair in den Pirnaer Höfen und das einzigartige Altstadtflair lädt am Samstag zum Besuch ein. Viel Spass und interessante Einblicke wünscht www.pirna-altstadt.de
Dienstag der 16. Juni 2009
Programm Stadtfest 2009
Das Programm zum Stadtfest gibt es jetzt zum download bei Pirnatürlich. Wie jedes Jahr gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen im Altstadtgebiet.
Mittwoch der 10. Juni 2009
Peter-Ulrich-Haus Umbau
Die Bähnert-Stiftung kann das Gebäude umbauen.
Kabarettist Tom Pauls kann mit seiner Ilse-Bähnert-Stiftung das Peter-Ulrich-Haus umbauen. Der Bauausschuss des Stadtrates erklärte am Donnerstagabend sein Einvernehmen. Tom Pauls war ebenfalls zur Sitzung erschienen und erklärte sein Vorhaben. Er versicherte auch, dass er keine Umbenennung des Gebäudes plane.
Der Pirnaer Architekt Uwe Seidel und der Dresdner Restaurator Dirk Böhme präsentierten Grundrisse und Details. „Unser Anliegen ist, die Zeit Peter Ulrichs wieder klarer erkennbar zu machen“, sagt Dirk Böhme. Fast 70 Prozent des Gebäudes sollen nach dem Umbau zugänglich sein.
(Quelle: SZ)
Mittwoch der 20. Mai 2009
Pirna - ein Stadtspaziergang
Lange hat Pirna darauf verzichten müssen, jetzt erscheint innerhalb kurzer Zeit bereits der zweite Stadtführer. Wolfgang Bieberstein hat einen Streifzug durchs Städtchen verfasst und reich bebildert. Das Heft im Hosentaschenformat hat 32 Seiten und ist für Leute gedacht, die über Pirnas bedeutendste Sehenswürdigkeiten ganz kompakt unterrichtet werden wollen. Es entstand unter der gestaltenden Hand von Alexander Stephan mit Unterstützung der Volksbank Pirna.
Sachkundig, in der manchmal blumigen Sprache des „Pirn’schen Nachtwächters“, beschreibt Wolfgang Bieberstein einen Spaziergang vom Bahnhof über den Dohnaischen- und den Tischerplatz, Schloss, Stadtkirche und Markt bis hinunter zur Elbe. Er gibt touristische Hinweise, erzählt Anekdoten und beschreibt kleine Exkurse in Architektur und Stadtgeschichte.
Das Heft für 3,50 Euro ist im Touristservice am Markt, im Touristenlädchen auf der Barbiergasse und in der Buchhandlung Gladrow, Dohnaische Straße, zu haben.
(Quelle: SZ)
Dienstag der 19. Mai 2009
Fischkopfbrunnen sprudelt
Brunnen am Schlossberghang sprudelt wieder
Oberbürgermeister Markus Ulbig übergab am Dienstag, 19. Mai 2009, den reparierten Sandsteintrog am Schlossberghang. Gemeinsam mit zahlreichen Spendern stieß er mit frischem Quellwasser auf den neuen Brunnentrog an. Der Brunnen war am Neujahrsmorgen zerstört aufgefunden worden.
Oberbürgermeister Markus Ubig: „Ich danke allen Spendern für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung zur Reparatur des Brunnens. Wir lassen diese blinde Zerstörungswut in unserer Stadt nicht zu!“
Insgesamt kostete die Instandsetzung 7432 Euro. Auf das Spendenkonto wurden 1640 Euro eingezahlt. Die restlichen 5792 Euro werden aus der Stadtkasse finanziert. Den neuen Brunnentrog stellten die sächsischen Sandsteinwerke her. Seit 1996 sprudelte das Quellwasser in den historischen Sandsteintrog, der zuvor im Keller des Hauses Schlossberg 2 stand.
(Quelle: Stadtverwaltung Pirna)
Samstag der 28. März 2009
Stadtführer Pirna erscheint
Das Heft im Taschenformat von mit 124 Seiten über Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt Pirna von Albrecht Sturm erscheint am Dienstag zum Preis von 9,80 Euro.
In Text und Bild beschreibt er die öffentlichen Bauwerke, Straßen und Plätze und darüber hinaus viele der Pirnaer Bürgerhäuser. Auf Besonderheiten der Architektur und Baugeschichte, wie Sitznischenportale und Holzbalkendecken aus der Renaissancezeit wird ebenso eingegangen wie auf einstige Bewohner der Gebäude.
Der Stadtführer soll nicht nur als Erkundungshilfe für Touristen, sondern auch als Nachschlagewerk für die Einwohner der Stadt dienen. „Es geht nicht zuletzt darum, junge Leute für ihre Heimat zu interessieren“.
Wir meinen: Ein Muss für jeden interessierten Pirnaer!
Freitag der 06. März 2009
Elbehochwasser
Es gilt die Warnstufe 1.
Gestern hat das Landeshochwasserzentrum Sachsen für die Elbpegel Schöna und Dresden die Hochwasser-Warnstufe 1 ausgerufen. Der Schönaer Pegel stieg am Vormittag auf 4,07 Meter ( ab vier Metern gilt Warnstufe bei welcher auch der Hochwasser-Alarmdienst in Bereitschaft gehen muss).
Aufgrund des steigenden Elbepegels wurde inzwischen eine Sperrung des Pirnaer Elbeparkplatzes sowie der Brückenstraße von der Stadtbrücke in Richtung Elbeparkplatz durchgeführt.
Hochwasserschutz in und um Pirna.
In diesem Jahr sind rund 300 Maßnahmen durch den Betrieb Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung (LTV) geplant. Für den geplanten Neubau eines Rückhaltebeckens in Niederseidewitz sollen in dieser Woche die Planuingen beginnen. Im Osterzgebirge plant die Landestalsperrenverwaltung zudem die Erhöhung des Damms an der Prießnitz zwischen Glashütte und Johnsbach, sodass die Speicherkapazität bis 2012 um das 20-Fache auf eine Million Kubikmeter Wasser steigen wird. Rückhaltebecken sind zudem in Niederpöbel, in Waldbärenburg und an der Biela bei Bärenstein geplant
In Pirna am Berufsschulzentrum sollen Mauern errichtet werden, die Überflutungen vermeiden helfen. Insgesamt soll die Gottleuba so umgestaltet werden, dass mehr Wasser abfliessen kann.Die Seidewitz soll jedoch nicht so umverlegt werden, dass sie erst kurz vor der Elbe in die Gottleuba mündet, sonder eher der Bau des Rückhaltebeckens Niederseidewitz vorangetrieben werden. Der Bahndamm wird nicht für den Hochwasserschutz genutzt, da laut Gutachten die Doppelnutzung keinen Sinn macht. Stationäre Anlagen sollen zukünftig genutzt werden. Da für einen Deich in Pirna kein Platz ist, bleiben nur Hochwasserschutzmauern und -wände, die mit mobilen Einrichtungen ergänzt werden könnten. Gebaut werden soll jedoch in diesem Jahr das Flutschutztor zwischen der Bahn- und der Straßenbrücke auf der Verlängerung der Rosa-Luxemburg-Straße. Alle Bauunterlagen sind schon zur Genehmigung eingereicht.
Freitag der 27. Februar 2009
Fischkopfbrunnen
Die Arbeiten am zerstörten Fischkopfbrunnen am Schlossberg haben begonnen. Handwerker der Sächsischen Sandsteinwerke brachen die Überreste des Brunnens ab.
Die Kosten für einen neuen Trog betragen laut Kostenvoranschlag 7000 Euro,
sagt Sybille Neumann vom Grünflächenamt.
Die Stadt will den Brunnentrog mithilfe von Spenden wieder herstellen. Inzwischen sind schon 1125 Euro an Spendengeldern eingegangen. Die Polizei geht davon aus, dass das massive Becken mit Böllern gesprengt wurde.
Mittwoch der 14. Januar 2009
Film zum Sonnenstein
Film und Buch zur Sanierung des Schlosses
Der Umbau der Anlage auf dem Sonnenstein zum Landratsamt soll dokumentiert werden.
Jetzt im Januar beginnen die ersten Aufräum- und Sondierungsarbeiten am Schloss Sonnenstein, das bis 2012 zum Landratsamt umgebaut werden soll. Mit den Bauarbeitern werden auch Hobbyfilmer im Gelände unterwegs sein. „Wir wollen von Anfang an die gesamten Sanierungsarbeiten dokumentieren“, sagt Jörg Möser, der für die Planung und Bauüberwachung zuständig ist. Baubegleitend sollen sowohl ein Film als auch ein Buch entstehen.
Um den Film werden sich die Fotofreunde Pirna kümmern. Sie werden in regelmäßigen Abständen die Baufirmen, Planer und Archäologen bei ihren Arbeiten begleiten. Am Ende soll eine DVD entstehen. „Interesse daran haben das Landratsamt, die Kreisräte, und natürlich werden wir sie auch Interessenten zum Kauf anbieten“, erläutert Möser. Als ausgesprochen spannend bezeichnet er auch das Buchprojekt. „Wir haben bereits eine Reihe von alten Fotografien. Dazu soll auch in dem Werk der Umbau des Schlosses dokumentiert werden“, so Möser.
Laut seinen ersten Erfahrungen besteht bereits jetzt in der Bevölkerung ein großes Interesse an den Arbeiten auf Schloss Sonnenstein. „Sobald es möglich ist, werden wir Führungen anbieten und wir planen eine Vortragsreihe“, kündigt Möser an. Er kann sich auch vorstellen, dass eine Ausstellung beispielsweise im Pirnaer Stadtmuseum dem Schloss gewidmet werden könnte. „Doch dafür muss die Initiative von der Stadt bzw. dem Museum kommen.“
(Quelle: Jana Klameth, Sächsische Zeitung vom 14.01.09)
Freitag der 09. Januar 2009
Winter vor 200 Jahren
"... Im Januar hielt der seit anfangs Dezember 1808 herrschende starke Frost noch weiter an, sodass die Eisbrücke über die Elbe mit Wagen befahren werden konnte. Am 28. Januar brach das Eis endlich auf; das darauf folgende Hochwasser stieg am 30. Januar bis unter das Schifftor und bis an die Pforte und zuletzt sogar bis unter das Dohnasche Tor. In der ersten Hälfte des Februar herrschte so warmes Wetter, dass mit den Ackerarbeiten begonnen werden konnte. Nach einem heftigen Gewitter am 19. Februar kamen aber neuer Schnee und Frost und auch anfangs April schneite es noch einige Tage sehr strak. Vom Juni an herrschte Trockenheit und Hitze, sodass um den 23 Juli die Ernste beginnen konnte..."
(von Verwaltungsdirektor i.R. Karl Löser aus den Pirnaer Jahrbüchern)
Sonntag der 04. Januar 2009
Erlpeter Brunnentrog zerstört
Am 1.1.09 gegen 1.00 Uhr zerstörten Unbekannte den Brunnentrog des zur Erlpeterquelle gehörenden Fischkopfbrunnens. Vermutlich wurde das Becken mit Silvesterböllern gesprengt.
Samstag der 20. Dezember 2008
WGP unterstützt UNIWERK
Dezember 2008 - WGP unterstützt das Pirnaer Uniwerk
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) unterstützt die Arbeit des Kulturvereins Uniwerk in der Pirnaer Altstadt mit einer kleinen Spende.
In der Weihnachtszeit verzichtet die WGP traditionell auf Geschenke an Geschäftspartner, wie dies in anderen Unternehmen häufig üblich ist. Stattdessen wird regelmäßig ein Projekt oder Verein im kulturellen oder sozialen Bereich gefördert. Im letzten Jahr unterstützte die WGP die Restaurierung des Erlenpeterbrunnens in der Pirnaer Altstadt.
Dienstag der 16. Dezember 2008
Verkauf Peter-Ulrich-Haus
Am 15.12.2008 erfolgte die Beurkundung eines notariellen Angebotsvertrages zum Verkauf des Gebäudes Am Markt 3 in Pirna, des so genannten Peter-Ulrich-Hauses. Der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) Jürgen Scheible und der Schauspieler und Kabarettist Tom Pauls unterzeichneten den Vertrag. In dem Gebäude soll die von Tom Pauls initiierte Ilse-Bähnert-Stiftung ihren ständigen Sitz finden. Die Stiftung widmet sich dem Erhalt und der Förderung der sächsischen Sprache und Kultur.
Die WGP hatte im Februar des Jahres das Gebäude zum Verkauf ausgeschrieben. Nach Prüfung der eingereichten Kaufangebote hat sich die WGP unter Zustimmung des Aufsichtrates entschieden, das Haus für die Nutzung durch die Ilse-Bähnert-Stiftung an Tom Pauls zu veräußern.
Der Käufer hat sich vertraglich verpflichtet, das Haus innerhalb von fünf Jahren zu sanieren und eine Nutzung zu schaffen, die es einer breiten Menge an Öffentlichkeit erlaubt, das Gebäude im Inneren zu besichtigen und zu erleben.
Bei dem Vertrag handelt es sich um einen Angebotsvertrag, das heißt, er wird wirksam, wenn der Käufer die Angebotsannahme erklärt.
(Quelle: WGP)
Mittwoch der 26. November 2008
Neue Gedenktafel
Seit dem 9. November 2008 weist am Haus Schössergasse 1 eine Tafel auf die Verfolgung und Vertreibung der Juden auch aus unserer Stadt hin. Was in der DDR 40 Jahre lang nicht möglich war und auch nach der Wende in der Bundesrepublik noch 18 Jahre auf sich warten ließ, ist jetzt durch die Initiative von Bürgern unter Mitwirkung des Kuratoriums Altstadt möglich geworden. Dr. Albrecht Sturm ging in seiner Gedenkrede sehr eindrücklich auf die damalige Situation in Pirna sowie auf das Schicksal der Familie Jurmann ein. Deren Textilgeschäft befand sich in diesem Haus. Hass und Vandalismus der Nazis und das Wegschauen der anderen am 9. November 1938 wurden zum Beginn ihres Leidensweges. Mit diesem Pogrom gegen jüdische Mitbürger, bei dem zahllose Synagogen und jüdische Geschäfte und Wohnungen überall in Deutschland zerstört wurden, begann die systematische Verfolgung und Vertreibung der Juden im NS-Staat, die schon bald in deren Vernichtung in Lagern wie Auschwitz ihren furchtbaren Höhepunkt fand.
Auch die wenigen Juden in Pirna blieben nicht vor Übergriffen der SA- und SS-Leute verschont. Sie schlugen mit Steinen die Schaufensterscheiben ein und verwüsteten die Einrichtung. Wolf Jurmann, der mit Frau und den beiden Söhnen in der Oberen Burgstraße wohnte, wurde unmittelbar danach in das KZ Buchenwald in sog. „Schutzhaft" gebracht. Im KZ erreichte Jurmann bald die Aufforderung des damaligen Pirnaer Oberbürgermeisters Dr. Brunner, er möge unverzüglich dafür sorgen, dass die am Geschäft am 9. November entstandenen Schäden beseitigt werden. Welch ein Zynismus!
Nach seiner Entlassung aus Buchenwald zog die Familie nach Dresden u. versuchte gleichzeitig ein Land zu finden, das sie als Flüchtlinge aufnehmen würde. Der Vater reiste nach England, um die Familie nachzuholen. Dieses Vorhaben gelang nicht, denn der 2. Weltkrieg brach aus. Für Frau Jurmann und die Söhne Manfred und Esra war das Leben mit Angst, Erniedrigungen und Demütigungen verbunden. Der schlimmste Teil des Leidensweges begann 1942 als sie Dresdener Juden deportiert wurden. Sie wurden in Ghettos nach Riga und später in mehrere andere Konzentrationslager gebracht. Während die Mutter in einem Vernichtungslager den Tod fand, verlor sich die Spur von Manfred, dem älteren Sohn, bei einem Todesmarsch zwischen zwei Konzentrationslagern.
Esra Jurmann, 1945 erst 16 Jahre alt, erlebte die Befreiung aus dem KZ durch die Sowjetarmee und schlug sich nach England durch, wo er noch heute 79-jährig lebt..
Dr. Sturm verlas Grüße von Esra Jurmann, der eigentlich an diesem Tag in Pirna sein wollte, doch sein Arzt musste ihm aber derzeit von einer Reise abraten.
Zum Abschluss seiner Rede betonte Dr. Sturm, dass unsere Lehren aus diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte nur sein können, wachsam zu sein, damit nicht Gewalt, Fremdenhass, Unrecht und Diskriminierung in jeglicher Form unsere Gesellschaft bestimmen. Die Tafel soll uns im Alltag daran erinnern, stets die Augen offen zu halten.
Die Veranstaltung, bei der etwa 100 Pirna erinnen und Pirnaer, unter ihnen OB Ulbig, zugegen waren, wurde durch Herrn Nestler mit zwei Stücken jüdischer Musik umrahmt.
(Text: K. Hensel)
Hinweis: Das Buch von E. Jurmann „Vor allen Dingen war ich ein Kind - Erinnerungen eines jüdischen Jungen aus Pirna" erhalten Sie über die Aktion Zivilcourage Pirna e.V. (Tel. 03501 / 460880)
Freitag der 21. November 2008
Pirna im ZEITmagazin
aus Zeit Magazin Nr. 48 vom 20.11.2008
Landesdenkmalpfleger erstellen für das ZEITmagazin eine Liste von 300 historisch bedeutsamen, gut erhaltenen Alstädten Deutschlands, in welcher auch Pirna verdientermaßen Erwähnung findet.
ZEITmagazin
Freitag der 21. November 2008
Heimatforscherauszeichnung
Pirnaer für Heimatforschung ausgezeichnet
Horst Torke aus Pirna ist vom sächsischen Kultusminister Roland Wöller für sein Engagement im Bereich der sächsischen Heimatforschung geehrt worden. Seine Auswertung der Beilagen zu den „Meilenblättern“ im Buch „Die Sächsische Schweiz im ausgehenden 18.Jahrhundert“ sei ein weiteres, beeindruckendes Ergebnis seiner kontinuierlichen Erforschung dieser Region. Die von ihm erschlossenen Quellen seien vielen Fachgebieten von Nutzen. „Heimat ist nichts verstaubtes. Heimat ist eine lebendige und wichtige Bezugsgröße“, erklärte Minister Wöller anlässlich der Verleihung des Preises in Dresden. (Quelle:Sächsische Zeitung)
Montag der 17. November 2008
Pirna-TV:Pirna im Gespräch
10. Folge der Sendereihe „Pirna im Gespräch“ aufgezeichnet.
Am 06.11.2008 fand in der Kleinkunstbühne Q 24 in Pirna die Aufzeichnung einer neuen Folge der Fernsehsendereihe „Pirna im Gespräch“ statt. Die von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) gesponserte Sendung stand unter dem Thema „Pirna im Zeichen der 775 - Chancen und Herausforderungen“.
Die erste Erwähnung Pirnas vor 775 Jahren wird in der Stadt ein Jahr lang gefeiert. Mit dem Jubiläum waren ganz unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen verbunden. Bürger, Vereine, Unternehmen, die Stadtverwaltung – alle waren aufgerufen, ihre Ideen in die Feierlichkeiten einzubringen. Inzwischen geht das Festjahr zu Ende, ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Wurde das Potential des Stadtjubiläums optimal ausgeschöpft? Ist der „Funke“ auch bei den Einwohnern der Stadt übergesprungen? Die Chefredakteurin des Pirnaer Lokalfernsehens Susan Röhner diskutierte hierzu mit folgenden Gästen:
· Markus Ulbig, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Pirna
· Jürgen Scheible, Vorstandsmitglied im Kultur für Pirna e.V.
· Rocco Geißdorf, Pädagogischer Koordinator des Jugend- , Kultur- und Vereinshaus Hanno e.V.
· Sylvia Grodd, Projektmanagerin First Class Concept.
Die 10. Ausgabe der Sendereihe “Pirna im Gespräch” war Anlass, die Aufzeichnung erstmals vor einem geladenen Publikum durchzuführen. Unter den rund 80 Gästen waren auch Teilnehmer der bisherigen Gesprächsrunden.
Zu sehen ist die Sendung erstmals am 18.11.2008, 21:00 Uhr und anschließend täglich um 10:00 Uhr, 16:30 Uhr, 21:00 Uhr und 23:00 Uhr im Pirnaer Lokalfernsehen. Nähere Informationen sind unter www.ptv-online.de und www.wg-pirna.de zu finden.
(Quelle: Auszugsweise WGP)
Dienstag der 28. Oktober 2008
Nordportal Marienkirche
Das sanierte Nordportal an der Pirnaer Marienkirche wird am 30. Oktober 18. Uhr feierlich eingeweiht. Nun ist nicht nur die Standfestigkeit des Portals wieder hergestellt. Außerdem wurde das Dach neu gedeckt der Innenraum und die Elektrik erneuert.
Er wurde vom Fußboden bis zur Gewölbebemalung komplett erneuert. Höhepunkt des Sanierungsabschlusses war die Rückkehr der beiden Steinskulpturen Martin Luther und Philipp Melanchton.
Nach dem Festakt folgt ein Vortrag, der zusammen mit dem Canaletto-Forum Pirna und dem Kuratorium Altstadt Pirna veranstaltet wird. Zum Thema „Die Stadt Pirna in der Kulturlandschaft Sachsens“ wird Joachim Menzhausen sprechen. Er studierte in Leipzig Kunstgeschichte und Architektur und war bis 1992 bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden tätig. Der Vortrag beginnt 19.30 Uhr in der Marienkirche.
(Quelle: auszugsweise Sächsische Zeitung)
Freitag der 12. September 2008
Erlpeter restauriert
Die Restaurierungsarbeiten anlässlich des 100jährigen Geburtstages des Pirnaer Erlenpeterbrunnens sind abgeschlossen. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) präsentierte am Freitag, dem 12.09.2008, gemeinsam mit dem Kuratorium Altstadt Pirna e.V. den restaurierten Brunnen, der sich in an der Ostseite des Gebäudes Obere Burgstraße 14 in der Pirnaer Altstadt befindet.
Die Erneuerung des Brunnens machte sich auf Grund von kleineren Schäden notwendig, die im Laufe der Zeit entstanden waren. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde zudem der Kopf eines sandsteinernen Frosches zerstört, der am Fuß der Erlenpeterfigur seinen Platz hat.
Die Heidenauer Steinmetz GmbH führte die notwendigen Sandsteinarbeiten aus und unterstützte neben der WGP und dem Kuratorium Altstadt das Vorhaben.
Zur Geschichte des Brunnens
Im Herbst des Jahres 1907 gab der Pirnaer Apotheker Abendroth in einer Sitzung des Vorstandes des damaligen Pirnaer Verschönerungsvereins die Anregung, einen vorhandenen Brunnentrog mit einer Sandsteinfigur, kombiniert mit einer Inschrift zu versehen. Als Vorlage sollte eine Zeichnung und Beschreibung aus dem Buch „Die Stadt Pirna und ihre Merkwürdigkeiten“ dienen, das im Jahr 1841 von Friedrich August Wendler herausgegeben wurde.
Der Verein nahm sich des Vorhabens an. Es wurde eine Genehmigung bei der Stadt Pirna beantragt und ein Kostenvoranschlag bei dem Bildhauer Schneider in Copitz eingeholt. Die Summe belief sich auf 335 Mark und umfasste neben den bildhauerischen Arbeiten auch die Lieferung einer Bronzeplatte mit Inschrift. Die Kosten zur Drehung des vorhandenen Troges und des Wasseranschlusses übernahm die Stadt Pirna. Der Sandstein aus dem Steinbruch Herrenleite war ein Geschenk des Kommerzienrates Förster aus Riesa.
Am 12.09.1908, 16 Uhr, konnte im Rahmen eines kleinen Festaktes, bei dem Mitglieder des Stadtrates, des Verschönerungsvereins und Bürger der Stadt anwesend waren, die Enthüllung des Brunnens erfolgen.
(Quelle: WGP)
Montag der 01. September 2008
Pirnaer Deckelpokal
Der historische Pirnaer Deckelpokal aus dem Grünen Gewölbe Dresden ist in Pirna zu bestaunen. Im Stadtmuseum Pirna ist der historische Pirnaer Deckelpokal nur vier Wochen lang zu sehen. Der dreieinhalb Liter fassende Pokal aus Silber wurde im Auftrag für Christian II. von Georg Mond geschaffen. Der Pokal wurde 1606 Gestalt des Lusthauses gefertigt und hat eine Höhe von 66cm. Der Sockel ist als Felsgestein ausgebildet und wird durch einen achteckigen, rosettenartig geschmückten Rand umgeben. Außerdem sind verschiedene Tierdarstellungen darauf zu sehen.
Bis ins Jahr 1739 wurde der Pokal auf dem Sonnenstein verwahrt. Heute ist er Teil der Sammlungen des "Grünen Gewölbes".
Im Rahmen der Sonderausstellung des Stadtmuseums „Geschrieben und besiegelt zu Pyrne“ ist das kostbare Stück zum erstenmal in Pirna zu sehen.
Die Ausstellung findet noch bis zum 28. September statt.
Ein kleiner Veranstaltungshinweis:
Am 10. September, 19 Uhr, findet ein Vortrag zum Exponat im Stadtmuseum statt.
Themen:
historischer Pirnaer Deckelpokal sowie
höfische Repräsentation und militärische Nutzung des Sonnensteins nach 1600
Referenten:
Ulrike Weinhold, Konservatorin am Grünen Gewölbe Dresden und
Boris Böhme, Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.
Freitag der 29. August 2008
Peter-Ulrich-Haus im Verkauf
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna mbH wird dem Schauspieler und Kabarettisten Tom Pauls ein verbindliches Kaufangebot zum Erwerb des so genannten Peter-Ulrich-Hauses (Am Markt 3) unterbreiten.
Das kunsthistorisch wertvolle Haus des Kirchenbaumeisters ist in einem überwiegend unsanierten Zustand. Die WGP konnte den Kellerbereich und das Erdgeschoss weitgehend instand setzen. Eine vollständige Sanierung ist der WGP jedoch nicht möglich.
Nach Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten konnten mit Tom Pauls und der von ihm initiierten Ilse-Bähnert-Stiftung Partner gefunden werden, das Objekt zu entwickeln und eine Nutzung abzusichern, die das Gebäude wieder belebt und der Öffentlichkeit weitgehend zugänglich macht. Die WGP erhofft sich auch eine weitere Revitalisierung der Altstadt und eine Erhöhung der Attraktivität für die Bürger und Besucher der Stadt.
Tom Pauls hatte sich im Frühjahr 2008 im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens um das Objekt beworben und Nutzungskonzept vorgelegt. Demnach soll in dem Gebäude die Ilse-Bähnert-Stiftung, die sich der Bewahrung und Förderung der sächsischen Sprache und Kultur verschrieben hat, ihren Sitz finden.
Im Erdgeschoss sollen eine Lobby, ein kleines Café und ein Verkaufsraum für Merchandisingartikel entstehen. Für die oberen Geschosse sind Museums- bzw. Ausstellungsflächen und ein Veranstaltungsraum geplant. Dazu kommen noch Büroräume für die Stiftung selbst. Das Konzept und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen wurden mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abgestimmt.
Ob das Projekt in der beabsichtigenden Form umgesetzt werden kann, hängt noch von der Bereitstellung von Fördermitteln für die Sanierung ab. Der Kauf des Gebäudes, der Eigenanteil der Sanierungskosten und der laufende Betrieb sollen von Tom Pauls bzw. der Ilse-Bähnert-Stiftung abgesichert werden.
Donnerstag der 28. August 2008
WGP sichert Wappen
WGP sichert Pirnaer Stadtwappen
Seit kurzem ist im Hof des Hauses Lange Straße 22 (Zwingerseite) in der Altstadt ein Pirnaer Stadtwappen aus Sandstein zu sehen. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) lies dieses beim Abriss des Gebäudes Rottwerndorfer Straße 45 d, e, f Anfang des Jahres sicherstellen.
Das Pirnaer Stadtwappen, das einen Birnbaum und zwei aufsteigende Löwen zeigt, diente einst als Giebelzier an dem südlichen Teil eines ehemaligen Kasernengebäudes an der Rottwerndorfer Straße. Das Gebäude wurde 1889 zur Unterbringung der 3. Abteilung des königlich-sächsischen Feldartillerieregimentes Nr. 28 errichtet. In dem Gebäude, das früher als Kaserne A bezeichnet wurde, befanden sich neben Mannschaftsunterkünften und Unterkünften für Offiziere auch Lagerräume, eine Küche, ein Speisesaal und ein Stall für rund 100 Pferde. Das Regiment wurde im ersten Weltkrieg an der Westfront eingesetzt und nach Kriegsende 1918 aufgelöst. Der Gebäudekomplex wurde später zu Wohnzwecken genutzt.
Da das noch heute am Gebäude befindliche Stadtwappen einen guten Erhaltungszustand aufwies, wurde es beim Abriss des Hauses im Januar 2008 sichergestellt und zunächst eingelagert. Nach der Prüfung verschiedener Aufstellungsmöglichkeiten hat sich die WGP entschlossen, dieses im Hof des Hauses Lange Straße 22, unterhalb der ehemaligen Stadtmauer zu präsentieren. Es kann somit wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (Quelle: WGP)
Donnerstag der 07. August 2008
Die Schifftorvorstadt

Ein Spaziergang durch die Schifftorvorstadt
von Jana Krupa
„Unterm Sonnenstein, angelehnt an grüne Grasgärten, zieht sich die alte Fischer- und Schiffersiedlung an der Elbe hin, von deren nassbespülten Steinufern leider durch den Bahndamm geschieden. Ehemals, wie auf Dilichs Federzeichnung ersichtlich, lag sie außerhalb der Stadtmauer. Noch heute ist sie ein abseitiges Idyll. Ein kleiner rechteckiger Platz, der Plan genannt, liegt in der Mitte. Bunte Häuserchen, wie als Vorbilder für Spielzeugschnitzer hingebaut, umschließen ihn wie die Wände eines heiteren Sälchens. An den Rebenspalieren sprosst das junge Weinlaub. Über den Türen tun gemeißelte Anker und gekreuzte Fische das Gewerbe der Bewohner kund. Grüner Rasen rund um einen Steinbrunnen bedeckt die Mitte des Plans wie eine weiche Matte. Weiße Wäsche liegt zum Bleichen gebreitet darauf .“ So beschrieb Edgar Hahnewald in seinen Sächsischen Heimatbildern den ältesten Pirnaer Stadtteil, den einst die Slawen als reihenförmige Bebauung anlegten, nah genug am Fluss, der lange Zeit den Haupterwerb sicherte und doch weit genug entfernt, um nicht bei jedem kleineren Hochwasser überschwemmt zu werden. Neben dem Schiffer- und Fischereihandwerk prägten später zahlreiche Töpfereien und Lagerplätze an der Elbe die in ländlicher Bauweise errichtete Siedlung.
Die historischen Grenzen der Schifftorvorstadt bilden im Norden die Elbe, im Süden der Waldhang unterhalb des Sonnensteins, im Osten der schmale Weg zwischen den Grundstücken Am Wasserwerk 7 und 8 und im Westen die ehemalige Stadtmauer mit dem Schifftor am Salzhaus (Lange Straße/ Steinplatz).
Hier beginnt der Spaziergang mit einem Blick auf das hellgrüne Gebäude am Steinplatz 2. Erst Ende des 18. Jahrhundert erbaut, beherbergte es von Beginn an eine der größten Töpfereien der Vorstadt. Aus der Töpferei Lauschke ging später die Keramische Fabrik Pirna hervor. Während des Befreiungskrieges gegen Napoleon wurde im September 1813 die zuvor in Königstein abgebrochene Pontonbrücke „vor dem Schifftor an Lauschkens Haus über die Elbe geschlagen“. Zum Familienbesitz der Lauschkes gehörte in dieser Zeit auch das Barockhaus Steinplatz 21, in dem ebenfalls noch im 19. Jahrhundert getöpfert wurde. Der vor diesem Haus abbiegenden Gasse folgend, ist nach wenigen Schritten der Plan erreicht. Bereits um 1700 gab es hier eine den Platz nahtlos umschließende Bebauung. Hier beginnt der älteste Teil der Vorstadt, dessen Besiedlungsgeschichte bis in das erste Jahrtausend zurückreicht. Im Zentrum des Platzes befindet sich schon seit über 300 Jahren ein steinerner Wassertrog. An dem mehr als 5 m³ fassenden Wassertrog trafen sich die Bewohner der Siedlung nicht nur, um Wasser zu holen. Hier wurden auch Neuigkeiten ausgetauscht, während rings um den Brunnen die Wäsche zum Bleichen ausgebreitet in der Sonne lag. Bis zum 19. Jahrhundert diente der Sandsteintrog auch als Löschwasserreservoir. Als Verweis darauf findet sich im Quatemberverzeichnis von 1770 (Stadtarchiv Pirna) zum Wohnhaus Am Plan 13 der Eintrag „fom Hause gegen über stehet ein Feuer-Geräthshäußgen und ein steinerner Wassertrog“. So wie der Platz Am Plan erst kurz vor dem Betreten in seiner gesamten Größe sichtbar wird (dabei spielt es keine Rolle, von welcher Seite man den Platz betritt), entzieht sich die in der SO-Ecke beginnende schmalste Gasse der Vorstadt, der Planwinkel, dem Betrachter. Das Eckhaus Am Plan 10 zieht dagegen durch die Portalgestaltung die Blicke auf sich. Über dem Hauseingang wird ein von einem Blätterkranz umrahmter Birnbaum von gekreuzten Fischen und einem Anker flankiert. Bis Ende des 18. Jahrhundert gehörte dieses Gebäude zum Burglehn. An der östlichen Stirnseite des Planes befindet sich das Gebäude, welches am stärksten mit der Tradition des Töpfereinhandwerks in der alten Fischersiedlung verbunden ist. Aufgrund der von den Brennöfen ausgehenden Brandgefahr durften die Töpfer lange Zeit nur außerhalb der Stadtmauern ihrem Handwerk nachgehen. Petermanns Pirnsche Chronik überliefert zu dem vorgenannten Grundstück „anno 1717, den 31. Januar, als am Sonntage Sexagesima, früh unter der Amtspredigt, kam bei einem Töpfer, Hanns Jacob Holfert, vorm Schifftor durch den Brennofen Feuer aus, wodurch dieses neuerbaute Haus gänzlich in die Asche gelegt worden“. Im 19. Jahrhundert betrieb hier Johann Gottlieb Kloss als Töpfer sein Handwerk. Später ging aus der Töpferei die Ofen- und Tonwarenfabrik Lehmann hervor, die als Aktiengesellschaft Vereinigte Ofenfabriken Pirna weitergeführt wurde. Heute erinnert nichts mehr an diese Zeiten. An der NO-Ecke des Planes beginnt die Plangasse. Die hier stehenden Häuser stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Teilweise im Bereich der Eingangsportale eingemeißelte Nummern beziehen sich auf das Brandversicherungskataster von 1785. Schmuckelemente in den Schluss-Steinen weisen auf die ehemaligen Besitzer und die Zugehörigkeit zu verschiedenen Berufen hin. Die unterschiedlichen Gebäude- und Traufhöhen beleben die Häuserzeile und bezeugen noch heute die unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Erbauer.
Während in dem kleinen Häuschen Plangasse 8 in früheren Zeiten Schiffknechte, Fischer und Schneider lebten und arbeiteten, zeigt die großzügigere Gestaltung der Gebäude auf dem Grundstück Plangasse 9/ Steinplatz 7 die höhere gesellschaftliche Stellung des Schiffers Christian Friedrich Lange. Später lebte hier ein Schiffbauer und Holzhändler. Seit einigen Jahren werden die Gebäude vom chilenischen Maler Hernando León als Wohn- und Atelierräume genutzt. Im Rahmen von Ausstellungen und am Tag des offenen Denkmals sind Einblicke in das Innere dieser Häuser möglich. Die Plangasse endet schließlich an der Ziegelstraße, deren Bezeichnung auf die „Communale Ziegelscheune“ auf dem Grundstück Ziegelstraße 4 zurückgeht. Bereits 1389 schloss der Rat einen Vertrag mit „Mertin Schonevelde“ und seinen Kindern, Besitzern des „Czygelofen an der Elbin gelegin“ über die Lieferung von Ziegelsteinen und Kalk zu städtischen Bauten. Zwischen den Grundstücken Steinplatz 6 und Ziegelstraße 2 befand sich bis zum Bau der Eisenbahnlinie der kleine Vorstadthafen, der früher auch als Schleuse oder Schleise bezeichnet wurde.
Der Weg führt ostwärts weiter die Ziegelstraße entlang, vorbei am ehemaligen Gasthaus „Zum grünen Schiff“ (Ziegelstraße 2), an dessen glanzvolle Tage lediglich das einst aufwendig gestaltete Eingangsportal mit dem dreimastigen Segelschiff erinnert, bis zu den Resten des ehemaligen Eistores. Ein Blick nach rechts auf den bewaldeten Hang zeigt auch den oberen Teil des Gebäudes der 1860 durch die brauberechtigte Bürgerschaft errichteten Brauerei (Am Wasserwerk 9). Aber wo soll denn hier an der Ziegelstraße ein Eistor sein? Das Eistor war in vergangenen Zeiten zum Schutz vor Hochwasser und den oft zerstörerischen Eisfahrten angelegt worden und verbarrikadierte bei Bedarf die Ziegelstraße. So sollte das Vorrücken des Eises in die Stadt verhindert werden. Die Reste des alten Eistores sind noch heute als Straßeneinengung an der Grenze von Ziegelstraße und Straße Am Wasserwerk erkennbar. Nun ist der alte Standort des Schießhauses (Am Wasserwerk 1) erreicht und damit auch fast das Ende der Schifftorvorstadt.
Wer nun Durst oder Appetit auf Eis verspürt, dem ist ein Abstecher zum Cafe „Eis am Strom“ zu empfehlen. Der Weg dorthin ist nicht zu verfehlen und, wenn man die Straße Am Wasserwerk weiterläuft, auch gut ausgeschildert. Skandinavienfans und Saunafreunde können auch im Finnenhaus, ebenfalls an der Straße Am Wasserwerk gelegen, einkehren. Für den Rückweg bietet sich Elbradweg an, der am bis 1834 als Zolleinnehmerstation genutzten Haus (Am Elbufer 1) vorbeiführt. Hier sind mehrere historische Hochwassermarken angebracht, unter anderem von 1845 und 1890. In den Sommermonaten lädt an dem inzwischen als Fahrradherberge betriebenen Gebäude ein Biergarten zum Verweilen ein. Der kleine Eisenbahntunnel nach dem Zollhaus führt wieder zum Steinplatz, dem alten Niederlageplatz vor den Toren der Stadt, der sich vor der Errichtung des Bahndammes bis zu Elbe hin erstreckte. Am Steinplatz 20 endet der Spaziergang an jener Stelle, wo sich bereits um 1700 die Töpferschenke (später Gasthaus „Zum Anker“) befand. Fleischäxte und Initialen im Torbogen weisen auf den Gastwirt und Fleischhauer Carl Gottlieb Schneider hin. An dem Gebäude befindet sich eine der schönsten Hochwassermarken Pirnas. Viele andere Dinge gibt es noch in der Schifftorvorstadt zu entdecken. Die alte Siedlung hat sich über die vielen Jahrhunderte einen besonderen Charme bewahrt, der sich jedoch nicht immer auf den ersten Blick erschließt.
Wer in den vergangenen Jahren den Tag der Kunst oder das am Vorabend des 1. Advents stattfindende „Lichteln Am Plan“ miterleben durfte, kennt den Zauber dieses Teils von Pirna, der durch seine Geschichte, seine beschauliche Atmosphäre und den nach dem Augusthochwasser 2002 wiedergefundenen Zusammenhalt der „Schifftorianer“ bestimmt wird.
Donnerstag der 24. Juli 2008
Fahne der Pirnaer Bürger
Die Seidenfahne der Pirnaer Bürgerschaft.
Das Stadtmuseum zeigt die wohl zweitältesten Fahne Sachsens. Die kostbare Seidenfahne der Pirnaer Bürgerschaft, die vermutlich vor 1680 gefertigt wurde, wird im Rahmen der Sonderausstellung „Geschrieben und besiegelt zu Pyrne“ vier Wochen lang bis zum 24. August ausgestellt. Sie wurde lange Zeit zu festlichen Anlässen präsentiert. Die Fahne in den Pirnaer Farben trägt mehrfarbige Applikationen, auf der einen Seite das große Pirnaer Wappen, auf der anderen das Wappen des Kurfürstentums. Durch die starke Beanspruchung bei den öffentlichen Zurschaustellungen war die Substanz bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts so gefährdet, dass die 1868 gegründete damalige Fahnenfabrik Träger beauftragt wurde, die Fahne zur Stabilisierung in Tüll einzunähen. Im Jahre 1982 wurde das für die Pirnaer Kommunalgeschichte äußerst wertvolle Stück den damaligen Bezirksrestaurierungswerkstätten im Stadtmuseum Dresden übergeben. Von September 1989 bis Juli 1990 erfolgte dann die aufwändige Restaurierung durch die Diplom-Restauratorin Cornelia Hofmann. Jetzt wird die Fahne erstmals wieder ausgestellt.
Mittwoch der 23. Juli 2008
Peter-Ulrich-Haus Teil 2
Peter-Ulrich-Haus für kommende Generationen sichern
Das hätten wir alles schon vor Jahren klären können.“ Jürgen Scheible, Geschäftsführer der Pirnaer Wohnungsgesellschaft WGP, zeigte sich am Montagabend sichtlich sauer gegenüber dem Kuratorium Altstadt. Der Verein, der sich aktiv ums Pirnaer Bau-Erbe bemüht, stellte in der Mägdleinschule öffentlich sein Konzept für eine künftige Nutzung des Hauses Am Markt 3 vor. WGP-Chef Scheible – der Wohnungsgesellschaft gehört das Haus – verfolgte die Präsentation mit ebenso großem Interesse wie einige Stadträte und der zukünftige Baubürgermeister Christian Flörke.
Das Konzept des Kuratoriums sieht vor, das Gebäude als das zu bewahren, was es ist: ein einmaliges Zeugnis bürgerlicher Städtebau-Kunst aus der Zeit um 1500. Ohne im Inneren viel zu verändern, möchte das Kuratorium das Haus zum Museum machen und für sich selbst als wichtigstes Ausstellungsstück sprechen lassen: Einzigartige Steinmetz-Arbeiten und seltene Formen von Balkendecken, eine Schwarzküche, ein Fasskeller, Gewölbe und vieles mehr haben sich über die Jahrhunderte erhalten. Im Museum soll die Geschichte des Baumeisters Peter Ulrich erzählt werden, der dieses Haus und die Pirnaer Marienkirche entwarf. Zudem ist eine Begegnungsstätte für Vereine geplant, erläutern Anke Albrecht und Albrecht Sturm vom Vorstand des Kuratoriums.
Idee hat einen Haken
Das Wichtigste dabei: Diese Nutzungsvariante würde das Gebäude ohne Um- und Ausbauten in seiner spätgotischen Struktur für die nächsten Generationen erhalten. Das Konzept dazu ist fertig – seit 2002. Genau deswegen war WGP-Chef Scheible verärgert. Sein Vorwurf: Man hätte schon lange versuchen können, es auf den Weg zu bringen. Scheible: „Wir würden es sehr gern sehen, wenn so ein Konzept umgesetzt werden kann.“
Untätigkeit darf man dem Kuratorium dennoch nicht vorwerfen. Die Idee war sowohl Oberbürgermeister Markus Ulbig (CDU) als auch der WGP lange bekannt, es hatten bereits einige Vorgespräche dazu stattgefunden. Das Konzept stand auf der Prioritätenliste der Stadt aber nie weit oben. Es hat ja auch einen Pferdefuß: Die Stadt müsste das Haus kaufen und dem Kuratorium zur Verfügung stellen, das dann das Museum einrichten und die laufenden Unterhaltskosten erbringen würde.
Jetzt konkurrieren die Kuratoriumspläne mit der Idee von Tom Pauls, der im Markt 3 den Sitz seiner Ilse-Bähnert-Stiftung sowie eine kleine Spielbühne einrichten will.
Ob denn die Idee des Vereins überhaupt noch eine Chance habe, wurde Jürgen Scheible gefragt. „Es ist spät, aber nicht zu spät“, antwortete er. Das Wichtigste sei, dass das Kuratorium jetzt schnellstmöglich einen Förderantrag stelle, um zu klären, ob das Konzept formal eine Chance hat, mit Steuergeldern unterstützt zu werden, denn ohne die geht es – übrigens auch beim Tom-Pauls-Vorhaben – nicht. Dann muss irgendwann der Stadtrat entscheiden, welcher Nutzungsidee er den Vorzug gibt. Scheible drückt aufs Tempo. Sieben Jahre hat die WGP das Gebäude gesichert und erhalten. Der Unterhalt wird dem Unternehmen nun zu teuer.
Quelle: Christian Eißner, Sächsische Zeitung
Dienstag der 08. Juli 2008
Bilder vom Tag der Kunst
Am Sonntag dem 8. Juli fand in Pirna der Tag der Kunst statt. Künstler präsentierten auf den Straßen rund um den Plan und die Schmiedestraße ihre Werke.
Veranstaltungen wie die Lesung "nenn es nicht Zeit, dieses herrliche Leben" - von Andreas Henning, begleitet wird er von Rocco Dürlich mit E- Gitarre - und "Hirnschwalm vol. 976" - ein musikalisch-literarisches Joggen über 7 sanft pulsierende Großhirnrinden - mit der Kapelle Ru-In am Sound sowie Steffen Binbaum und Christian Hussel am Text und Bettina Lenkeit - rundeten den Tag ab. Einige Bilder finden Sie hier.
Mittwoch der 02. Juli 2008
Neues vom Peter-Ulrich-Haus
Tom Pauls will Theater nach Pirna holen
Jahrelang lag das älteste Bürgerhaus an Pirnas Marktplatz im Dornröschenschlaf, weil ein Nutzungskonzept fehlte. Jetzt gibt es gleich zwei Interessenten für das repräsentative Gebäude am Markt3 – mit vielversprechenden Konzepten. Einer ist Tom Pauls. Der Schauspieler möchte seiner am 6.Juni gegründeten „Ilse-Bähnert-Stiftung zur Pflege und Bewahrung der sächsischen Sprache und Kultur“ ein Zuhause geben. Gestern stellte Pauls das Konzept vor.
Und so sieht es aus: Ins Erdgeschoss des sogenannten Peter-Ulrich-Hauses sollen ein Café und ein Geschäft einziehen, darüber ein Saal für rund 120 bis 150 Gäste nebst Spiel- und Probebühne. Im zweiten Obergeschoss ist ein kleines Museum geplant, das die Geschichte des Hauses und die Biographie des Baumeisters Peter Ulrich zeigen könnte. Das Dachgeschoss schließlich ist laut dem Pirnaer Architekten Uwe Seidel für Büroräume vorgesehen. „Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn dieses Haus in Pirna unser Stiftungssitz wird“, sagte Tom Pauls gestern auf einer Pressekonferenz. Die Ilse-Bähnert-Stiftung hatte sich um das Haus beworben, nachdem es die städtische Pirnaer Wohnungsgesellschaft WGP für eine kulturelle Nutzung ausgeschrieben hatte. Pirnas Oberbürgermeister Markus Ulbig (CDU) bezeichnete die Initiative der Stiftung als Glücksfall für Pirna. Die Stadt würde damit einen weiteren Anziehungspunkt erhalten, sagte Ulbig. Noch aber steht überhaupt nichts fest: Die Stiftung muss einen nicht näher bezifferten Kaufpreis für das Gebäude aufbringen und einen Teil der Sanierungskosten, auch wenn die Instandsetzung hoch gefördert wird. Und der Pirnaer Stadtrat muss – wahrscheinlich erst nach der Sommerpause – entscheiden, ob er das Konzept der Stiftung für das bessere der beiden vorliegenden hält. Denn ebenfalls beworben um das 500 Jahre alte Peter-Ulrich-Haus hat sich das Pirnaer Kuratorium Altstadt, ein 160 Mitglieder starker Verein, der sich um die Erhaltung historischer Bausubstanz in der Stadt bemüht. Das Konzept des Kuratoriums, das noch nicht öffentlich vorgestellt wurde, sieht vor, das Haus in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zu einem Museum für Pirnaer Baugeschichte und für das Leben und Werk Peter Ulrichs auszubauen.
„Edelstein“ unter den Häusern
Dieser war um 1500 Landesbaumeister in Sachsen und ist für die Entwürfe zweier herausragender gotischer Hallenkirchen im Freistaats verantwortlich: der Marienkirche in Pirna und der St.- Annen-Kirche in Annaberg. Das Haus Am Markt 3 baute er als sein Wohnhaus aus. Es ist innen wie außen noch zum Großteil in den originalen Strukturen erhalten. „Das macht es zu einem Edelstein unter den sächsischen Bürgerhäusern“, bestätigt Dr. Ralf-Peter Pinkwart vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Um- und ausgebaut werden dürfe hier nur „mit äußerster Behutsamkeit“. Dennoch würde der Denkmalpfleger einer Nutzung durch die Stiftung unter bestimmten Voraussetzungen zustimmen, auch wenn für den Saal zwei Wände weichen und Decken ertüchtigt werden müssten. „Das Haus muss mit Leben erfüllt sein und funktionieren.“ Wesentlich kritischer als Pinkwart sieht Dr. Albrecht Sturm vom Kuratorium Altstadt den Ausbau des Hauses. „Die Nutzung muss sich diesem herausragenden Baudenkmal anpassen und nicht umgekehrt“, sagt Sturm. Die momentane Konzept-Konkurrenz zur Ilse-Bähnert-Stiftung spiele bei seiner Einschätzung keine Rolle, betont er, auch wenn sich beide Seiten eher argwöhnisch gegenüberstehen und zurückhaltend auf die Frage nach einer – durchaus denkbaren – Zusammenarbeit reagieren.
(Christian Eißner)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 2. Juli 2008
Dienstag der 01. Juli 2008
Gedenkspur Pirna
Gedenkspur Die Kreuze der Gedenkspur, die von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein in die Altstadt führt, werden am 3. Juli mit neuer Farbe versehen. Freiwillige können die Aktion Zivilcourage und die Gedenkstätte dabei unterstützen. Jedes Kreuz erinnert an eines der fast 15000 Opfer, die vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem Sonnenstein ermordet wurden. Treff ist am 3. Juli 16Uhr auf dem Pirnaer Markt. Anmeldungen unter 03501/767080
Eine Gruppe von 30 jungen Leuten aus Polen, Tschechien, Russland, Ungarn und Deutschland begann im September 2004 für 14 Tage an der Pirnaer Gedenkspur zu arbeiten. Das Projekt wurde organisiert vom Liebethaler e.V. aus Pirna und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste aus Berlin. Unterstützt wurde es von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, von der AWO Sonnenstein sowie von der Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz. Die Pirnaer Gedenkspur wird von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein durch die Altstadt bis zum Elbufer angebracht. Für jedes der 14.751 Opfer der NS-Verbrechen wird ein farbiges Kreuz auf den Weg gesprüht. Durch ihre Länge soll die Spur schließlich die kaum vorstellbar große Zahl der Opfer symbolisieren. Im Ausstellungs- und Gedenkbereich der vor vier Jahren eröffneten Gedenkstätte erhalten die Besucher Informationen über die Hintergründe der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und über den Leidensweg einzelner Opfer.
Montag der 16. Juni 2008
Bilder Stadtfest Pirna 2008
Die ersten Bilder des Stadtfestes Pirna 2008 finden Sie hier. Der Festumzug am Sonntag war der wohl bisher größte seiner Art in Pirna. Ab 14 Uhr bewegte sich ein riesiger Festzug von Pirna-Copitz über die Elbbrücke und danach durch die Pirnaer Altstadt.
Samstag der 14. Juni 2008
Stadtfest am Samstag
Nach einem durchschnittlich besuchtem Stadtfestfreitag bei durchwachsenem Wetter gab es trotzdem den einen oder anderen Höhepunkt. Mehr Infos und Bilder vom Freitag folgen in Kürze.
Heute wird auf besseres Wetter gehofft., Eine Riesenauswahl an Veranstaltungen läßt nichts zu wünschen übrig. Viel Spaß wünscht www.pirna-altstadt.de
Das Programm für den Samstag:
MARKTPLATZ
10:00 Unterhaltungsmusik
11:00 „DER RETTER“ Aufführung des historischen Heimatspiel um die Rettung der
Stadt Pirna im Dreißigjährigen Krieg
13:00 Buntes Programm, Live-Musik mit ORBITA
14:30 Kinderprogramm "Zirkus zum anfassen", Showprogramm Tanzschule
Pötzschke-Nebl und
TaekWon Doo - Vorführung
18:15 Live-Musik mit der Schalmaienkapelle
20:00 12. STADTFESTKESSEL mit Artistik, Tanzshow,
Schlagergast Tom Reichelt
CLAUDIA JUNG Unwiederstehlich - mit ihrem neuen Album ist zu Gast zum
Pirnaer Stadtfest
23:00 Tanzmusik für Jung und Alt (anschließend) mit der Gruppe MAGNET
KLOSTERHOF - KUNSTHANDWERKERMARKT
10:00 Historischer Handwerkermarkt u.a. mit Leder- und Punzierarbeiten, Druckerei, Holzbildhauerei, Schrift- und Kulturgut, Optiker, Töpfer und Keramik, Malerei und Glasmalerei, Steinmetz- und Bildhauerkunst, Präperator, Filzerei,
Zinngießer, Seifenfrau und Holzspielzeug
11.00 Buntes Programm mit PETER LIPPERT und seinen Freunden u.a. mit Schellehut - Musik auf historischen Instrumenten, Zaubershow und Live-Musik
14:00 4-Gewinnt- Meisterschaft
20:00 Tanz mit BLACK VELVET
OPENAIRLOUNGE@WGP AM ZWINGER
* DJ Divinity (Sage Club Berlin
* DJ Tobias Schulz aka Sexy DJ Topper (Germanclub I Echobooking Dresden)
ZOLLHOF
Ganztags Saxonia Bahner die HANNO-Modelleisenbahn AG, Spielmobiel mit Kinderschminken, Kreativangeboten, Großspielgeräten, Experimentier- und Bastelecke des SENSIF Kreativstudio, Moderation durch BeatCrew Heidenau
10:00 Kindertanz - Musikschule Sächsische Schweiz e.V."
10:45 Musik-Früherziehung - Musikschule Sächsische Schweiz e.V."
11:45 Kinder-Aerobic - ESV Lokomotive Pirna e.V."
12:00 Märchenspiel - Katholisches Kinderhaus"
14:00 Reise nach Luftballonhausen - Bühnenprogramm mit Andor Schlegel
15:15 Little Sweet Devils + Sweet Devils - Tanzgruppe vom VfL Pirna- Copitz 07 e.V.
16:00 Akrobatik mit "ä-cross", Highlight:Trapez
16:30 Tai Chi & Qi Gong und die Wushu-Kinder Rathmannsdorf -Taijiquan
Sächsische Schweiz
17:00 Jazz-Modern-Dance - TSC Silberpfeil e.V.
17:15 Kabarett mit den "Mückenlarven"
17:30 Kleinkunst mit dem Pirnaer Amateurtheater e.V.
20:00 cannabeat goes open air - die beliebte indie-rock- party unter freiem Himmel
live: ROOT SOULJAH PROJECT (Reggae aus Sofia) +
Newcomer-Band-Festival Gewinner NO TALE und NICHT GEEIGNET
Eintritt frei.
BREITE STRASSE
10:00 Warm up an der Go-Cart-Bahn und Eröffnung der Automesse
11:00 Start zum großen Pirnaer Mediawelt-Stadtfest- Cup, Go-Cart-Rennen
15:00 Autogrammstunde mit den Handballern des ESV LOK Pirna
16:00 Rennen auf der Go-Cart-Bahn Mannschaftsrennen Pirnaer Auto-Messe
20:00 Cillout Musik mit DJ Da Huhn und Start zum Publikumslauf auf der Go-Cart-
Bahn Publikums-Rennen bis ca 1 Uhr
OBERE & NIEDERE BURGSTRASSE
Niedere Burgstraße
14:00 "SOUL SEEKERS" Rock von the Beatles über CCR bis zu Metallica
20:00 FOUR ROSES Die Könige der Covermusik
Obere Burgstraße
20:00 MARIAN WEISSER & FRIENDS Gecovertes und Eigenes von den 80ern bis heute
ST. MARIEN & KIRCHPLATZ
ganztags Kuratorium Altstadt Pirna e.V. Kirchplatz 10,Arbeiten auf Papier - Ausstellung mit Bildern von Bettina Heymann in Zusammenarbeit mit dem Mal- und Zeichenzirkel Pirna-Sonnenstein e.V.
10:00 Handwerker und Vereine präsentieren sich rund um St. Marien Offene Kirche für Kinder
14:00 St. Marien, Turmcafé der Jungen Gemeinde
18:00 St. Marien, Turmblasen
ELBWIESEN - SPORTMEILE
ganztags Verkaufsstände und Schausteller/ Vereinspräsentation "Skydiver" (Leipzig) Fallschirm Showspringen
11:00 Disko-Zelt (11 Uhr) Frühshoppen mit Live-Musik Cup (ab 12 Uhr) um
12:00 Start zum FEP-Drachenboot- den Pokal der Fahrzeugelektrik Pirna Beachvolleyballturnier (ab 12 Uhr) um den Pokal der
Volksbank Pirna e.G.
Sportmeile des Kreissportbundes mit Sparkassen- Kinderland, VVO-Spielepark, vielen Aktionen und Bühnenprogramm der Vereine
18:00 Beachvolleyball für Jedermann (18 Uhr)
19:00 Disko-Zelt (19 Uhr) Disko im Festzelt mit DJ The Ohrkan und Elektromafia
20:00 Elbbühne (20 Uhr) Party-Musik bis zum Feuerwerk
SCHMIEDESTRASSE
Ganztags
Kinder- und Jugendtrödelmarkt
Besichtigungsmöglichkeit Tetzelhaus, Führungen durch Haus, Keller, Dachboden und Bohlenstube, Publikationen
Café Bohemia
ab 21:00 Café Bohemia
Präsentation der Kultur- und Geschichtsnavigation www.pirna-altstadt.de
21:00 UNIWERK Die doppeLLPParty im uniwerk (Schmiedestraße 55)
LANGE STRASSE (Hutbühne)
15:00 DÖDSKAMP- "DIE" einheimische Band für Kenner
17:00 offene Bühne mit lokalen Nachwuchsbands, u.a.
LUDOVI LECITELE - Punkrock aus Usti n.L.
OKROZOM - melodischer Metal aus Ostrov
RUXAK - Rock aus Louny
20:00 DÄNZL AND FUNK - Funk and Soul aus Dresden
CON FUSIONE - Latin, Funk und Funkrock (DD)
23:00 VIROUMANIA - Samba-Rhythmen ASATRU - Dudelsack und Trommelwirbel
LE CAFÉ BÜHNE
19:00 HauptWaschGang - Party- und Coverband
SZ-HOF SCHÖSSERGASSE
20:00 Roland Kaiser Nacht mit Prosecco Bar
Freitag der 13. Juni 2008
Stadtfest am Freitag
Regnerisch beginnt der Freitag der 13. Nach der Generalprobe des Retters und dem Amateurband-Treffen am gestrigen Donnerstag Abend geht es heute so richtig los. Überall wird aufgebaut, vorbereitet und gewerkelt.
Von Chili con Carne bis karibische Cocktails,von Bergsteigerchor und Salza zu Oldierock , Krönungsmesse und Lampionumzug. Der Stadtfestfreitag ist vielseitig.
Das Programm sieht heute folgendes vor:
MARKTPLATZ
18:30 Eröffnung des Stadtfestes, Festansprache des OB Markus Ulbig,
Programm Musikschule "Sächsische Schweiz" e.V.
19:30 „DER RETTER" Aufführung des historischen Heimatspiel um die Rettung der Stadt Pirna im Dreißigjährigen Krieg
21:00 Die große OLDIE NACHT mit der Blue Haley- Band, einer Rock'n roll Show und die Gruppe SPLINT spielt Oldies non stop
KLOSTERHOF - KUNSTHANDWERKERMARKT
19:30 Konzert der BERGFINKEN Dresden Chor des Sächsischen
Bergsteigerbundes
21:00 musikalischer Abend bei Bier und Wein
OPENAIRLOUNGE@WGP AM ZWINGERN
(Hofbereich Lange Straße 22 Kartoffelsack. Eintritt kostenlos)
+ Live percussion by I.G.Man (Live Percussion Leipzig)
+ me.ringo project (Local Heroes/Pirna I Residents
Wegadisco)
+ Tomas Melzer (Nachtcafé Leipzig I Housesociety.LE)
ZOLLHOF
20:00 Die Macher der cannabeat präsentieren: oldierock goes open air mit der
bekannten Oldie-Coverband „Formant“ Eintritt frei
OBERE & NIEDERE BURGSTRASSE
Niedere Burgstraße
21:00 JOE'S COMPANY Stimmungs- und Partyband mit Oldies, Rock u. mehr
Obere Burgstraße
21:00 TUMBA ITO von Salsa bis Samba, eine Bühnenshow lateinamerikanischer Musik
ST. MARIEN & KIRCHPLATZ
19:00 St. Marien Konzert zum Stadtfest Wolfgang Amadeums Mozart "Krönungs-Messe" Neue Elbland Philharmonie unter der Leitung von KMD Thomas Meyer empfehlenswert !!!
ELBWIESEN - SPORTMEILE
18:00 Beachvolleyball für Jedermann
19:00 Elbbühne Warm up mit "DJ Me.rio"
Disko-Zelt, Disko im Festzelt mit DJ "The Ohrkan"/ DJ "Solaire Raiders" (Elektro-House-Black-Schlager)
21:00 Elbbühne SCHWARZKITTEL FIVE Konzert der Kultband mit den Hits der letzten Jahrzehnte
SCHMIEDESTRASSE
Abends Café Bohemia: Scharfes Chili con Carne und Becherovka!
(Präsentation der Kultur- und Geschichtsnavigation www.pirna-altstadt.de ist auf Samstag verschoben!)
21:00 UNIWERK elektronische Tanzmusik live im uniwerk (Schmiedestraße 55)
ein Geheimtipp!
LANGE STRASSE (Hutbühne)
21:00 Z.O.O. Band - Zentralorchester OST handgemachter Rock´n Roll
23:00 Mittelalterspektakel mit Live-Musik und Feuershow
BÜHNE LE CAFÉ
19:00 LAKEWOODFOREST Unplugged-Musik , Folk-Songs, Oldies (von Cat Stevens, Neil Young …), Country (von Johnny Cash, Kenny Rogers) + eigene Stücke
SZ-HOF, SCHÖSSERGASSE
21:00 Deutsche Schlagerparty in der Schöfferhofer Grapefruit Lounge
STADTGEBIET
19:30 Lampionumzug für Kinder und Erwachsene: Marktgasse-Schmiedestr.-Obere Burgstr.-Dr.-W.Külz-Str.- Dohnaischer Platz- Grohmannstr.- Am Zwinger- Badergasse- Markt
Mittwoch der 11. Juni 2008
Pressestimmen
Sächsische Zeitung vom 11.06.2008
Das Stadtfest ist auch online miterlebbar
Von Theresa Lindemann
Zwei Pirnaer bringen die Altstadt seit Kurzem im Internet groß heraus.
Wer sich auf einen virtuellen Rundgang durch die historische Altstadt Pirnas begeben will, kann dies nun unter www.pirna-altstadt.de tun.
Pirna kennt man unter vielen Namen: „Canaletto-Stadt”, „Stadt der Erker“, „Tor zur Sächsischen Schweiz”. Reizvolle Gässchen, restaurierte Häuser, Baudenkmäler und nicht zuletzt die Einkaufsatmosphäre der Einzelhändler machen jeden Besuch zu einem Erlebnis. Da der 29-jährige Alexander Stephan und sein Kollege Jan Buruck selbst Pirnaer sind, war es ihnen ein großes Anliegen, Pirnas Geschichte und Kultur interessant für Touristen, Bürger und die ganze Familie zu machen. Unter anderem arbeiten sie mit Hobby-Historiker Rainer Rippich und dem Stadtarchiv zusammen.
Tipps und Bilder
Auf ihrer Internet-Seite gibt es zum Beispiel alte Dokumente von Pirna, Veranstaltungstipps sowie das Stadtfestprogramm zum Runterladen. Außerdem wollen sie das Stadtfest tagesaktuell begleiten und Bilder auf ihre Seite stellen.
Brunnen, Portale, Straßen, Schiffsverkehr und Parkplätze können in der historisch nachempfundenen interaktiven Karte der Pirnaer Altstadt eingeblendet werden. Virtuelle Stadtrundgänge ermöglichen dem Besucher eine Besichtigung der besonderen Art. Panoramaaufnahmen und Bilder des Rathauses, der Marienkirche, des Teufelserkers, der Elbe, des Canalettohauses, des Schlosses Sonnenstein und viele mehr sind zu betrachten. „Die alte Stadt Pirna soll wieder interessant werden“, sagt Stephan.
Es würden immer wieder neue Leute gesucht, die sich am weiteren Aufbau der Seite beteiligen wollen. Informationen zu Speis und Trank und über Übernachtungsmöglichkeiten sollen demnächst folgen. Die Seite ist ohne Anmeldung kostenfrei zugänglich. Ziel der beiden für 2009 ist es, mit dem Kuratorium Altstadt zusammenzuarbeiten.
Für Interessenten ist www.pirna-altstadt.de eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Pirnas.
(Quelle: Sächsische Zeitung vom 11. Juni 2008)
Sonntag der 08. Juni 2008
Ausstellung alter Dokumente
Das Stadtmuseum Pirna zeigt bis zum 26. Oktober Originaldokumente aus acht Jahrhunderten.
Nach dem Tode Herzog Georgs, der den alten Glauben bis zuletzt verteidigte, wird 1539 auch im albertinischen Sachsen die Reformation eingeführt. Die Stadt Pirna empfängt am 25. Juli des Jahres den ersten evangelischen Pfarrer und Superintendenten Anton Lauterbach aus Wittenberg, einen Vertrauten Luthers und Melanchthons. Die Stadt wird Ort der Synoden, der regelmäßigen Zusammenkünfte der Geistlichen aus der ganzen Ephorie. Lauterbach muss in seinem Amtsbezirk die neue Kirchenordnung durchsetzen und die Geistlichen zur Amtsausübung im lutherischen Sinne befähigen. Visitationen vor Ort offenbaren viele Mängel. Lauterbach trifft Maßnahmen zur Veränderung. Er fertigt Aufzeichnungen über die vorgefundenen Zustände, beurteilt die Tauglichkeit und Qualifikation der Geistlichen. In dieser Zeit entwirft er auch eine lateinische Kirchenordnung und fertigt Verzeichnisse der vorangegangenen katholischen Pfarrer. Lange Zeit wird der Verlust von Lauterbachs Schriften beklagt. Dann entdeckt im Winter 1881/82 der Historiker Prof. Dr. Goswin Freiherr von der Ropp aus Marburg die Schriften bei einem Dresdner Antiquar. Er sorgt für die Übergabe an den Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz, der die Handschrift später dem Stadtarchiv Pirna übereignet.
Dieser so genannte Codex Lauterbach kann gegenwärtig im Original in der Sonderausstellung „Geschrieben und gesiegelt zu Pyrne“ des Stadtmuseums Pirna betrachtet werden. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Pirna entstand, lädt zu einem Gang durch acht Jahrhunderte der Stadtgeschichte ein. Ausgewählt sind ca. 30 wertvolle Originaldokumente, die aus konservatorischen Gründen nur sehr selten ans Licht geholt werden können und jetzt anlässlich der 775-Jahrfeier Pirnas erstmalig für die Öffentlichkeit zu sehen sind. Die Dokumente bringen einerseits große nationale und internationale Geschehnisse in ihrer lokalen Auswirkung zur Sprache. Andererseits beleuchten sie spezifische Pirnaer Lebenswelten. Zu den ältesten Dokumenten gehört zum Beispiel der 1325 durch König Johann von Böhmen ausgestellte Privilegienbrief, der das Stapelrecht als wesentliche wirtschaftliche Grundlage der Stadt erneuerte. Weitere frühe Urkunden betreffen das Kloster, die Verwaltung des Hospitals und die Ziegelscheune. Aus dem 17. Jahrhundert ist das Pirnaer Wappenbuch der böhmischen Exulantengemeinde hervorzuheben. Es ist eine Leihgabe der Evangelisch-Lutherischen Stiftung Böhmischer Exulanten in Dresden. Infolge der Rekatholisierung Böhmens strömten damals über 2000 Flüchtlinge in die Stadt, unter ihnen Nicolaus Troilus, der Rektor der Prager Universität. Er war der Stifter des so genannten Pirnaer Wappenbuches, das als Spendenverzeichnis der Exulantengemeinde entstand, die hier in tschechischer Sprache Gottesdienste abhalten durfte. Der Band enthält zahlreiche Buchmalereien, welche die Wappen der verzeichneten Familien zeigen.
Aus dem 18. Jahrhundert ist die farbenprächtige Vorzeichnung der Sonnenuhr am Pirnaer Rathaus, die vor Jahren bei der Rekonstruktion eine unentbehrliche Grundlage bildete, zu sehen. Im 19. Jahrhundert begegnet dem Besucher Heinrich August Seltmann, der 1848/49 für bürgerliche Freiheiten eintrat und nach der Niederschlagung des Dresdner Maiaufstandes infolge Denunziation inhaftiert wurde. Seine Verteidigungsschrift entwarf er in der Pirnaer Fronfeste. Die Ausstellung erinnert weiterhin an die Verbrechen der Nationalsozialisten und thematisiert die Bücherverbrennung, die Verfolgung jüdischer Mitbürger und die Euthanasie. Dokumente der jüngsten Vergangenheit erinnern u. a. an den „Mach mit!“ -Wettbewerb, die friedliche Revolution von 1989 und unter Einbeziehung eines Films an das Kunstseidenwerk „Siegfried Rädel“.
Ein besonderer Bereich widmet sich der Geschichtsschreibung Pirnas. Der Besucher erhält einen Überblick von den Handschriften und gedruckten Werken der Chronisten des 18. Jahrhunderts bis hin zur wissenschaftlichen Stadtgeschichtsschreibung unter Professor Oskar Speck (1850-1922).
Im Rahmen der Ausstellung sind besondere Höhepunkte geplant. Im September wird der 1606 von Georg Mond geschaffene Deckelpokal in Gestalt eines Schlösschens, welches das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Lusthaus des Sonnensteins darstellt, zu sehen sein. Das Grüne Gewölbe in Dresden gewährt diese Leihgabe anlässlich des Stadtjubiläums. Von Ende Juli an wird für vier Wochen Pirnas älteste erhaltene Stadtfahne aus der Zeit um 1680 präsentiert. Außerdem wird das Stadtarchiv Pirna im Oktober eine Neuerwerbung vorstellen. Dabei handelt es sich um ein vom Rat zu Pirna für einen Bürger ausgestelltes Führungszeugnis aus dem Jahre 1648. Die genauen Termine dieser Präsentationen werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.
(Quelle: Stadtmuseum Pirna)
Mittwoch der 04. Juni 2008
Neue Gedenktafel
Das Kuratorium Altstadt Pirna e.V. plant bis zum 8. November 2008 eine Gedenktafel anzubringen, welche an die Reichskristallnacht erinnert. In den Morgenstunden des 10. Novembers 1938 wurden jüdische Geschäfte in Pirna zerstört, die Vertreibung der Juden Pirnas begann. Die Tafel soll am Marktplatz Pirna angebracht werden. Das Kuratorium Altstadt Pirna sucht nach Sponsoren, die Kosten für die Gedenktafel betragen zwischen 2000 und 3000 Euro.
Mittwoch der 28. Mai 2008
Alte Hausinschriften
Pfarrer Peter Enke aus Pirna erforscht historische Hausinschriften.
Bibelsprüche, Segenswünsche, Mahnworte oder Neidaussagen, alle entdeckten Sätze hat er fein säuberlich archiviert und auf Dias festgehalten, um sie bei Vorträgen dem Publikum zu präsentieren.In Vorträgen zeigt Enke seine Forschungen. Meist seien es alte Fachwerkhäuser, die solche individuelle Sprüche zieren. Die Mehrzahl der Inschriften stammt dabei aus der Bibel, wie beispielsweise „Ora et labora“ – „Lebe und arbeite“, das man oberhalb des Spielwarengeschäftes auf der Dohnaischen Straße in Pirna lesen kann.
Montag der 26. Mai 2008
Markt der Kulturen
Am 24. Mai wurde es bunt auf dem Pirnaer Marktplatz. Ca. 60 Stände und zahlreiche Künstler machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für jung und alt.
Menschen feierten ausgelassen zu orientalischen, russischen und indischen Tänzen. Auch waren die Taekwon-Do-Show der Pirnaer Schule, eine Modenschau mit afrikanischer Kleidung, Jiddische Lieder der Sängerin Valerija Shishkova, eine Frisör-Show aus Decin, die Trommlergruppe der Kurt-Krenz-Schule und viele weitere Beiträge auf zwei Bühnen zu sehen. Die abwechslungsreichen Darbietungen und Standangebote lockten dieses Jahr noch mehr Menschen auf den Pirnaer Markt, als in den Jahren zuvor.
Das Abendkonzert der Bands "Yellow Umbrella" und "The Skatalites" erfreute sich großer Beliebtheit. Die Ska-Künstler zogen über 3000 Menschen an die Große Bühne und sorgten für ein ausgelassenes Abendkonzert. Eine kleine Bilderauswahl finden Sie hier.
Donnerstag der 15. Mai 2008
Stadtfestprogramm
Das aktuelle Programm für das Stadtfest 2008 gibt es ab sofort hier zum download und ausdrucken.
Die Veranstaltungen werden regelmäßig aktualisiert.
Ihre Veranstaltung ist noch nicht im Programm?
Sie haben noch den einen oder anderen Tipp?
Dann schreiben Sie uns ein Email an post@pirna-altstadt.de .
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen zur 775 Jahrfeier Pirnas finden Sie unter 775 Jahre Pirna - unsere Stadt feiert.
Donnerstag der 15. Mai 2008
Dreharbeiten MDR
Im Rahmen der MDR Fernsehsendung "Unterwegs in Sachsen" mit Moderatorin Beate Werner finden voraussichtlich am Wochenende (17.-18. Mai) Filmaufnahmen in Pirna statt.
Zwischen Zeichnung und digitaler Filmaufnahme liegt die bewegte Geschichte einer Stadt, deren Lage am Wasser einst Reichtum und später Elend brachte. Die Pirnaer feiern in diesem Jahr 775. Stadtjubiläum. Vor Beate Werners Augen wird die Geschichte der malerischen Stadt lebendig, die Canaletto in insgesamt 11 Bildern verewigte, in der Engel und Teufel auf die Bürger herabschauen und wo Geheimrat Goethe sich angesichts des Taufsteines in der Marienkirche auf den Bauch legte.
Ob Beate Werner herausfindet, wer Canaletto Einlass in sein Schlafgemach gewährte und warum der venezianische Meister ein und dieselbe Kuh gleich mehrfach malte, erfahren die Zuschauer bei "Unterwegs in Sachsen… in Pirna": am Samstag, 7. Juni 2008, 18.15 Uhr im MDR FERNSEHEN. (www.mdr.de)
Mittwoch der 14. Mai 2008
11. Erlpeterfest
Am Mittwoch dem 14.05.08 fand in gemütlichem Kreise das inzwischen 11. historische Erlpeterfest im Garten des ehemaligen Königlichen Forstrentamtes (Am Schlossberg Nr. 2) statt. Dort befindet sich der Quellstollen des Erlpeterbrunnens. Der Stollen wurde laut Petermanns Chronik im Jahr 1549 gegraben("... ist die Erle-Peter-Quelle, da man Geld aus dem Wasser zu lösen angefangen, vertrocknet und außenblieben, welchen nur ein wenig wieder zu gewinnen, wegen mühsamer und großer Bergarbeit sehr viel gekostet hat...").
Die Quelle speist den sogenannten Fischkopfbrunnen, den Wassertrog mit der Erlpeterfigur und den Brunnentrog am Kirchplatz zwischen Marienkirche und Deutschem Haus. Mehr Informationen zum Erlpeterbrunnen finden Sie unter Erlpeter.
Donnerstag der 08. Mai 2008
Schenkung an Pirna
Professor Werner Schmidt, langjähriger Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hat seine private Graphiksammlung seiner Heimatstadt Pirna übereignet. "...Die Schenkung dient dem Zweck, durch die Präsenz von Werken großer Künstler die Bedeutung von Bildung, Kultur und Kunst in Pirna zu stärken, besonders unter der Jugend..."
Werner Schmidt wurde 1930 in Pirna geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik in Leipzig und Berlin. 30 Jahre lang, von 1959 bis 1989, war er Direktor des Kupferstich-Kabinetts in Dresden. Für seine engagierte Tätigkeit erhielt er den Kunstpreis der damaligen Bezirksstadt sowie die Ehrendoktorwürde der Pädagogischen Hochschule Dresden. 1990 wurde er zum Generaldirektor der Dresdener Kunstsammlungen berufen und übte diese Funktion bis 1997 aus. Für zahlreiche Ausstellungen war er hauptverantwortlich, zuletzt für die überregional bedeutsame Schau zur sächsisch-polnischen Union mit dem Titel „Unter einer Krone“. Dabei blieb ihm Pirna stets nahe: Werner Schmidt war Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des Canaletto Forums. Die Kopie des Pirnaer Marktplatz-Gemäldes und der repräsentative Canaletto-Bildband sind wesentlich
seiner Initiative zu verdanken.
Die graphische Sammlung, die jetzt der Stadt Pirna übereignet und in die Bestände des Stadtmuseums aufgenommen werden soll, ist eine außerordentlich bedeutende. Sie umfasst mehr als 500 Positionen mit Werken von 230 Künstlern aus fünf Jahrhunderten. Namhafte Vertreter aus der Zeit vor 1800 sind unter anderem Dürer, Tizian, Rubens und Rembrandt. Zwischen Goya und Toulouse- Lautrec bewegt sich die Spanne im 19. Jahrhundert. Liebermann, Barlach, Kokoschka und etliche andere schließen sich für die Zeit ab 1900 an. Namhafte Künstler der DDR und der BRD, russische und internationale Künstler sind ebenfalls Bestandteil der Schenkung. Penck und Beuys, Krawtschenko und Picasso sind jeweils nur ein Vertreter davon. Die Sächsische Akademie der Künste fügt zusätzlich die Graphikedition, die sie zum 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes 1999 in 20 Exemplaren herausgegeben hat, hinzu. Eine Auswahl aus dem Gesamtbestand kann im ersten Halbjahr 2009 in zwei aufeinander folgenden Ausstellungen im Stadtmuseum besichtigt werden.
Prof. Dr.h.c. Werner Schmidt: „Erklärung zur Schenkung an das Stadtmuseum Pirna“:
Meine Frau, Isolde Schmidt, mit der ich seit unserer Eheschließung 1958 in Gütergemeinschaft verbunden bin, stimmte meinem Wunsch zur Schenkung der von mir aufgebauten graphischen Sammlung an das Stadtmuseum Pirna zu. Die Schenkung erfolgt also in unser beider Namen. Für die Sammlung wählte ich Arbeiten von bedeutenden Künstlern und Werke von historischer Aussage, unabhängig von heutiger Marktbewertung. Dabei schätzte ich auch graphische Werke aus hohen Auflagen. Von Künstlern und Freunden erhielten wir zahlreiche Blätter als Geschenke, auch durch das Vermächtnis von Hildegard Richter. Die Schenkung umfasst 230 Künstler mit 537 Positionen, darunter 493 Einzelblätter, 20 Mappenwerken mit etwa 280 Blättern und 24 gebundene Bücher sowie 66 Zeichnungen. Insgesamt gibt die Sammlung einen Einblick in die künstlerischen, historischen und technischen Aspekte der europäischen Graphik durch fünf Jahrhunderte hindurch. Schwerpunkte sind Werkgruppen derjenigen Künstler, mit denen meine Frau und ich persönlich verbunden waren, besonders Paul Wilhelm, Hermann Glöckner, Hans Theo Richter, Anatoli Kaplan, HAP Grieshaber, Gerhard Altenbourg, Horst Janssen, Carlfriedrich Claus und Max Uhlig (Nähere Angaben siehe Anlage). Der Grund unserer Schenkung ist meine Verbundenheit mit der Heimatstadt Pirna und unsere Freude über deren Gedeihen nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Schenkung dient dem Zweck, durch die Präsenz von Werken großer Künstler die Bedeutung von Bildung, Kultur und Kunst in Pirna zu stärken, besonders unter der Jugend. Damit verknüpft sich die Hoffnung auf Fortwirken und Erweiterung in der Zukunft. Mein Dank gilt in erster Linie meiner Frau für fünfzigjährige Gemeinsamkeit, die das Entstehen
der Sammlung ermöglichte, und unserem Sohn, Sebastian Schmidt, der bei der Durchführung der Schenkung wichtigen Beistand geleistet hat. Ebenso danke ich dem Oberbürgermeister der Stadt Pirna, Herrn Markus Ulbig, und dem Leiter des Stadtmuseums, Herrn Manfred Hickmann, sowie seinen Mitarbeitern für fruchtbare Zusammenarbeit.
Übersicht über die Sammlung
Schenkung von Isolde und Werner Schmidt an das Stadtmuseum Pirna
Umfang der Sammlung: 537 Positionen mit Werken von 231 Künstlern aus fünf Jahrhunderten, darunter 493 Einzelblätter, 20 Mappenwerke mit 280 Blättern und 23 gebundene Bücher sowie 66 Zeichnungen von 14 Künstlern. Die Sammlung gliedert sich in folgende Abteilungen:
1. 18 Künstler vor 1800
darunter Albrecht Dürer, Macantonio Raimondi, Lucas van Leyden, Tizian und Niccolo Boldrini, Hendrick Goltzius. Peter Paul Rubens mit Christoffel Jegher, Rembrandt van Rijn, Robert Nanteuil, Giovanni Battista Piranesi, Alexander Thiele, Daniel Chodowiecki und Adrian Zingg (zusammen 39 Positionen)
2. 38 Künstler des 19. Jahrhunderts
darunter Francisco de Goya, Eduard von Steinle, Honoré Daumier, Théodore Géricault, Eugène Delacroix, Charles Meryon, Ludwig
Richter, Adolph Menzel, Edouard Manet, Wilhelm Leibl, Max Klinger, Henri de Toulouse-Lautrec (zusammen 64 Positionen)
3. 24 deutsche Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
darunter Max Liebermann, Lovis Corinth, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Max Beckmann, Otto Kokoschka, Wilhelm Rudolph, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff (zusammen 53 Positionen)
4. 70 Künstler in der Deutschen Demokratischen Republik
darunter Gerhard Alterbourg, Carl Friedrich Claus, Hermann Glöckner, Eberhard Göschel, Bernhard Heisig, Gerhard Kettner, Hans Körnig, Gerda Lepke, Walter Libuda, Roger Loewig, Ulrich Lindner, Manfred Luther, Michael Morgner, Harald Metzkes, A. R. Penck, Thomas Ranft, Hans Theo Richter, Strawalde, Dieter Tucholke, Werner Tübke, Max Uhlig, Paul Wilhelm (zusammen 177 Positionen)
5. 17 Künstler in der Bundesrepublik Deutschland
darunter Joseph Beuys, Otto Dix, Gotthard Graubner, HAP Grieshaber, Konrad Klapheck, Horst Janssen, Sigmar Polke, Klaus Fußmann, Bernhard Schultze, Gustav Seitz, Günter Uecker (zusammen 54 Positionen)
6. 13 Russische Künstler des 20. Jahrhunderts
darunter Wladimir Faworski, Wladimir Jankilewski, Boris Jermolajew, Anatoli Kaplan, Alexej Krawtschenko, Oleg Kudrjaschow, Ernest Neiswestni, David Sterenberg, (zusammen 29 Positionen)
7. 51 Künstler des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern
darunter Pierre Alechinsky, Karel Appel, Marc Chagall, Eduardo Chillida, Sam Francis, Johnny Friedlaender, Józef Gielniak, Hans Hartung, Joan Miro, Henry Moore, Claes Oldenburg, Jerzy Panek, Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Antoni Tápies
(zusammen 55 Positionen)
8. Zeichnungen von 14 Künstlern
darunter Hermann Glöckner, Christian Gottlob Hammer, Ernst Hassebrauk, Josef Hegenbarth, Gerda Lepke, Elena Liessner- Blomberg, Hans Theo Richter, Paul Wilhelm (zusammen 66 Positionen)
Quelle: auszugsweise Stadt Pirna
Montag der 05. Mai 2008
Urkunden zu Pirna
Im 775. Jubiläumsjahr der Stadt Pirna stellt das Stadtarchiv Pirna besonders bedeutsame und wertvolle Urkunden zur Stadtgeschichte in der Filiale Pirna, Gartenstraße, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden aus.
Ab 28. Januar 2008 werden Urkunden vom 13. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert im vierwöchigen Wechsel gezeigt. Unter den schriftlichen Quellen gehören die Urkunden zu den ältesten. Rechtshandlungen, die man bis dahin ausschließlich mündlich und in rechtssymbolischen Formen abgeschlossen hatte, wurden durch schriftliche Aufzeichnung größere Dauer und Sicherheit verliehen. Eine Urkunde bildet den abschließenden schriftlichen Niederschlag einer Rechtshandlung und ist ein mit öffentlichem Glauben ausgestattetes, rechtskräftiges Schriftstück über erworbene Besitz– und Rechtstitel.
28. Januar - 29. Februar 2008 - Urkunden von 1233 - 1294
3. März - 25.April 2008 - Urkunden von 1317 - 1373
28. April - 30. Mai 2008 - Urkunden von 1449 - 1482
2. Juni - 27. Juni 2008 - Urkunden von 1504 bis 1516
30. Juni - 25. Juli 2008 - Urkunden von 1515 - 1677
derzeit zu besichtigen:
U 78 => 18.12.1449; Latein; Privaturkunde; Bulle des Gardin Dominicus; betrifft Liturgie-Procedere, wenn Exkommunizierte (Hussiten) in Stadt weilen; Breite: 36,5 cm, Länge 20 cm; Siegel des Bischofs von Meißen, Maße: 4 mal 6,4 cm
U 88 b => ca. 1462; Deutsch; Magdeburger Schöffen beantworten Anfrage des Pirnaer Rates und bestätigt Recht Kurfürst Friedrich II., Dresden das Niederlagsrecht zu verleihen (Dresden erhielt 1455 Niederlagsrecht; Pirna befürchtete — zurecht — wirtschaftliche Nachteile); Breite: 35,2 cm, Länge: 25,4 cm; Schöffensiegel
U 112 => 16.11.1482; Privaturkunde; Deutsch; Pergament; das Siegel mit 7 Siegeln; Gebrüder Kariss bestätigen Verkauf diverser Güter an die Stadt Pirna; 1 Blatt, Breite: 36,2 cm, Länge: 24,6 cm; dieses relativ kleine Dokument erhält durch die am unteren Rand, mittels dünner Pergamentstreifen fixierten 7 opulenten Wachssiegel (Durchmesser: 4,5 cm) der Gebrüder Kariss (Nicol [Nikolaus] und Christoph Kariss zu Reinholdsgrimma, Albrecht Kariss zu Cunnersdorf, Opitz Kariss zu Schönfeld etc.) seine Imposanz.
Mittwoch der 30. April 2008
Wasser in den Trögen
In der Stadt gehen nach der Winterpause die Brunnen wieder in Betrieb. Gestern sprudelte dann auch der dritte Brunnentrog auf dem Markt . Der neben der alten Feuerwache an der Oberen Burgstraße und der neue an der Holbeinstraße laufen schon. Nächste Woche soll die Fontäne am Dohnaischen Platz wieder in Gang gesetzt werden.
Ursprunglich waren die Wassertröge mit einem Röhrenleitungssystem verbunden und durch Quellwasser gespeist.
Lesen sie dazu mehr unter Erlpeter.
Dienstag der 29. April 2008
Pirna wird geschmückt
Die Vorbereitungen für das Stadtfest laufen auf Hochtouren. Heute wurde damit begonnen, die farbigen Wimpel im Stadtgebiet aufzuhängen. Das Pirnaer Stadtfest beginnt am 13. Juni. Es erwarten Sie Veranstaltungen aller Art. In Kürze finden Sie hier alle Informationen rund ums Stadtfest Pirna.
Freitag der 25. April 2008
Die Schweden fallen ein
Die Darsteller des Schauspiels "Der Retter" inszenierten am 25.04.2008 den Schwedeneinfall in Pirna vor 369 Jahren im Dreißigjährigen Krieg.
Auf dem Markplatz gab es Bier- , Weinausschank und Gegrilltes. Über die Dohnaische Straße und die Barbiergasse gelangten dann die "Schweden" mit Böllerschüssen plündernd auf den Markt.
Der Einzug erinnert an die Eroberung der der Stadt Pirna durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg. Am 16. April 1639 rückten die Schweden unter Banér vor Pirna und erstürmten die Stadt am 23. April. Etwa 600 Leute wurden getötet, über 400 Bürger und Einwohner verließen, gänzlich ausgeplündert, die Stadt. Die beabsichtigte Niederbrennung der ganzen Stadt durch die Schweden, die am 25. September vor den andringenden kaiserlicher und kurfürstlichen Truppen abzogen, wendete der Apotheker Theophilus Jacobäer durch seine Bemühunger ab; doch wurde ein großer Teil der Stadtmauern geschleift, Türme und Tore ausgebrannt, 70 Häuser ganz oder teilweise zerstört. Von etwa 900 Bürgern lebte kaum noch der dritte Teil. In den Vorstädten sollen bei der Eroberung 380 Häusei nebst Nikolaikirche, Scheunen, Mühlen und Ziegelöfen niedergebrannt worden sei. Es war das sogenannte „schwedische“ oder ,.Pirnische Elend“. Die Stadt spezifizierte 1640 ihre Kriegsschäden während des 30jährigen Krieges auf 93 674 Taler (Meiche; Historisch Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna)
Dienstag der 15. April 2008
Hochwasserschutz
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen stellte am Mittwoch eine Studie zum Hochwasserschutz für die Altstadt Pirnas vor. In diesem wurde festgestellt, dass ein schneller, technisch einfacher und wirtschaftlicher Schutz vor einem 100-jährigen Hochwasser durch die Nutzung des Bahndammes nicht erreicht werden kann. Einer der Gründe ist die 150 Jahre alte Konstruktion des Bahndammes, welche heutigen Standarts für eine Nutzung als Hochwasserschutz nicht genügen kann. Oberbürgermeister Markus Ulbig möchte jedoch für die Zukunft eine realisierbare Lösung für den Hochwasserschutz der Altstadt anstreben. Die Nutzung des Bahndammes wäre für niedrige Hochwasser denkbar. Möglich wären auch mobile oder stationäre Flutwände.
Während der Jahrhunderflut im Jahre 2002 standen große Teile der Altstadt teilweise bis ins zweite Obergeschoß unter Wasser. Mit beträchtlichem Aufwand wurden die Schäden wieder beseitigt.
Samstag der 12. April 2008
775 Jahre Pirna
Am 14.03.1233 wurde Pirna nach derzeitigem Forschungsstand erstmalig urkundlich erwähnt. Das Festjahr wird mit einer Vielzahl an Veranstaltungen gefeiert. Der Höhepunkt wird das Stadtfest vom 12. bis zum 15. Juni sein. Wir informieren in Kürze ausführlich.
Donnerstag der 03. April 2008
Das Bilderrätsel
Neu: Das wöchentliche Bilderrätsel Gewinnspiel Gewinnspiel. Sie denken, Sie kennen die Altstadt Pirnas? Dann haben Sie schon fast gewonnen. Hier können kluge Köpfe, grandiose Kenner und notorisch Neugierige jede Woche der Rätselherausforderung ins Auge blicken..
Freitag der 14. März 2008
Die Pirnaer Altstadt online
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Pirna Altstadt geht online und wird im Laufe der nächsten Wochen weiter ausgebaut.
Begeben Sie sich auf einen virtuellen Stadtrundgang durch die historische Altstadt Pirnas unter www.pirna-altstadt.de .
Pirna kennt man unter vielen Namen: Canaletto-Stadt, Stadt der Erker, Giebel und Portale, Tor zur Sächsischen Schweiz und sogar als Silberne Anstecknadel Dresdens. Touristen aus aller Welt, Menschen aus der Umgebung und der Stadt selbst schätzen das Flair der nahezu vollständig erhaltenen Altstadt. Reizvolle Gässchen, liebevoll restaurierte Häuser, einzigartige Baudenkmäler und nicht zuletzt die persönliche Einkaufsatmosphäre machen jeden Besuch zu einem gemütlichen und unvergesslichen Erlebnis.
www.pirna-altstadt.de ist eine Kultur- und Geschichtsnavigation für Touristen, Bürger, Interessierte und die ganze Familie. Kompakte Informationen, Wissenswertes, Anekdoten und unglaubliche Geschichten, Bekanntes und Unbekanntes aus der facettenreichen Geschichte der Altstadt werden Ihnen begegenen. Ob kulturell, historisch, wirtschaftlich, politisch oder humoresk, es findet sich so manches Juwel auf www.pirna-altstadt.de .
Die Grundlage bildet eine historisch nachempfundene interaktive Karte der Pirnaer Altstadt mit integrierter Zoomfunktion und Volltextsuche. Wissenswerte Informationen über Museen, Denkmäler, Kirchen, Stadtbefestigungen, Straßen & Plätze, Portale & Erker,Brunnen, Schiffsverkehr und Parkplätze können eingeblendet werden. Virtuelle Stadtrundgänge ermöglichen dem Besucher eine Besichtigung der besonderen Art. Ob Erlpeterbrunnen, Teufelerker, Engelserker, Rathaus, Klosterkirche, Stadtmuseum, Stadtbibliothek, die Stadtkirche St. Marien, die Elbe Schloss Sonnenstein, Tetzelhaus, Stadtmauer, die alte Wasserversorgung der Stadt oder Luftschiffe über Pirna , jede Einzelheit lädt zum Stöbern und Schmökern in der kulturhistorischen Datenbank ein. Das Angebot ist ohne Anmeldung kostenfrei zugänglich.
Unzählige Bildaufnahmen , Dokumente, Verweise, Videos und Audioaufnahmen machen den Besuch auf www.pirna-altstadt.de zum perfekten Vorbereitungskurs für eine Exkursion durch die Altstadt.
Informationen zu Speis & Trank, Übernachtungsmöglichkeiten und lokalen Veranstaltungen mit dem einen oder anderen Geheimtipp sind sicherlich nicht nur für Touristen von Interesse. Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch die Geschichte der Pirnaer Altstadt.
Sie kennen Anekdoten, Geschichten, Sagen oder wahre Begebenheiten, die ins Flair der Altstadt passen oder mit ihr zu tun haben?
Sie wissen Bescheid und sind Altstadt-Kenner?
Sie schmunzeln gern über die "besondere" Geschichte?
Sie interessieren sich für die Entwicklung der "Perle" Altstadt?
Wir laden Sie ein, schreiben Sie uns.
Ob Kommentare, eigene Artikel oder Objektbeschreibungen. Trauen Sie sich und lassen Sie alle daran teilhaben.